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<title>Straßenbahn</title>
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<p>Eine <b>Straßenbahn</b> ist ein <a href="Bahn_(Verkehr)" title="Bahn (Verkehr)">schienengebundenes</a>, normalerweise mit <a href="Elektrische_Energie" title="Elektrische Energie">elektrischer Energie</a> betriebenes <a href="%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr" title="Öffentlicher Personennahverkehr">öffentliches Personennahverkehrsmittel</a> im <a href="Stadtverkehr" title="Stadtverkehr">Stadtverkehr</a>, das den speziellen Bedingungen des <a href="Stra%C3%9Fenverkehr" title="Straßenverkehr">Straßenverkehrs</a> angepasst ist. Sie wird auch <b>Trambahn</b> oder (in Österreich) <b>Tramway</b> beziehungsweise kurz <i>die</i> (<a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> und <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>) respektive <i>das</i> (<a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>) <b>Tram</b>, in Österreich umgangssprachlich auch <b>Bim</b> genannt.
</p><p>Bedingt durch den in der Frühzeit üblichen Betrieb mit Zugtieren <i>(<a href="Pferdebahn" title="Pferdebahn">Pferdebahn</a>),</i> die einen festen und hindernisfreien Untergrund benötigen, mussten die Gleise in den Straßenbelag eingebaut werden. Deshalb und aus Platzgründen im dichtbebauten Stadtgebiet verlaufen klassische Straßenbahnstrecken noch heute vielfach im öffentlichen Straßenraum. Als <a href="Stadt" title="Stadt">innerstädtisches</a> Verkehrsmittel oder als <a href="%C3%9Cberlandstra%C3%9Fenbahn" title="Überlandstraßenbahn">Überlandstraßenbahn</a> wurden sie aber in verschiedener Weise weiterentwickelt. Die Verlegung von Strecken auf eigene Bahnkörper oder in <a href="Tunnel" title="Tunnel">Tunnel</a> erhöhte die Reisegeschwindigkeit. Derartige Systeme werden häufig als <a href="Stadtbahn" title="Stadtbahn">Stadtbahnen</a> bezeichnet, besonders wenn die Züge auch Tunnelstrecken befahren <i>(<a href="U-Stra%C3%9Fenbahn" title="U-Straßenbahn">U-Straßenbahn</a>),</i> die Unterscheidung ist fließend. <a href="Tram-Train" class="mw-redirect" title="Tram-Train">Tram-Train</a>-Systeme beziehen, meist außerhalb geschlossener Ortschaften, <a href="Eisenbahnstrecke" title="Eisenbahnstrecke">Eisenbahnstrecken</a> ein, sie verwenden deshalb meist <a href="Regelspur" class="mw-redirect" title="Regelspur">Regelspur</a> und die Triebfahrzeuge sind für unterschiedliche <a href="Oberbau_(Eisenbahn)" title="Oberbau (Eisenbahn)">Oberbaumaße</a> und <a href="Elektrische_Spannung" title="Elektrische Spannung">Fahrleitungsspannungen</a> sowie <a href="Netzfrequenz" title="Netzfrequenz">Netzfrequenzen</a> ausgerüstet. Sie verbinden <a href="Vorort" title="Vorort">Vororte</a> mit Stadtzentren beziehungsweise erschließen das Umland der Städte.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bezeichnungen">Bezeichnungen</h2></div>



<p>Mit dem Wort <i>Straßenbahn</i> wird sowohl das Gesamtsystem oder das Netz, umgangssprachlich auch ein einzelnes <a href="Fahrzeug" title="Fahrzeug">Fahrzeug</a> (<i>Straßenbahnwagen</i>) oder <a href="Zug_(Schienenverkehr)" title="Zug (Schienenverkehr)">Zugverband</a> (<b>Straßenbahnzug</b>) bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Kurzform der veralteten Bezeichnung <i>Straßen-<a href="Eisenbahn" title="Eisenbahn">Eisenbahn</a></i>, analog zum im <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englischen</a> teilweise gebräuchlichen <i>street railway</i>.
</p><p>In Süddeutschland ist alternativ <i>Trambahn</i> oder <i>Tram</i> gebräuchlich, in der Schweiz <i>Tram,</i> in Österreich <i>Tramway, Tram</i> und salopp <i>Bim</i>. Es heißt dabei <i>die</i> Tram in Deutschland und Österreich, aber <i>das</i> Tram in der Schweiz.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Wort „Tram“ ist deutschen Ursprungs und bedeutet „Balken“<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (vgl. „der Trämel“). Ein im Bergbau eingesetztes und auf geschlitzten Balken basierendes spurgeführtes Bahnsystem kam im 15. Jahrhundert von Deutschland nach England, wo sich der Begriff „Tramway“ allgemein für spurgeführte Bahnen entwickelte.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vom Englischen fand die Bezeichnung ihren Weg in weitere Sprachen. <i>Tramway</i> war früher im deutschen Sprachraum bekannt, so wurde mitunter von einer <i>Dampftramway</i> oder einer <i>Pferdetramway</i> gesprochen. Eine weitere Bezeichnung ist <i>Elektrische</i>. Oft dient die jeweilige Liniennummer als Benennung, mit <i>der 5er</i> oder <i>die 5</i> kann also sowohl ein Zug der Linie 5 als auch die Linie an sich gemeint sein. Eine ganz spezielle Bezeichnung hat sich in Wien für die dort vorhandenen, mit Buchstaben gekennzeichneten Linien eingebürgert, so werden die Züge der Linien D und O als D-Wagen und O-Wagen bezeichnet. Auch den früher vorhandenen weiteren Straßenbahnlinien mit Buchstaben als Linienbezeichnung wurde umgangssprachlich das Suffix -wagen zugefügt, demgemäß etwa A-Wagen, J-Wagen und so fort.
</p><p>Daneben existieren eine ganze Reihe regionale, umgangssprachliche beziehungsweise mundartliche Bezeichnungen. So ist <i>Bim</i> (<a href="Onomatopoesie" title="Onomatopoesie">lautmalend</a>, österreichisch) ein in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Wien" title="Straßenbahn Wien">Wien</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Graz" title="Straßenbahn Graz">Graz</a> und <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Linz" title="Straßenbahn Linz">Linz</a><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gebräuchlicher Name für die Straßenbahn, es ist die Abkürzung der süddeutschen und österreichischen Bezeichnung <i>Bimmelbahn</i>. Diese Bezeichnung wurde auch in Bremerhaven verwandt. Bimmeln meint das Betätigen der lauten <a href="L%C3%A4utewerk_(Eisenbahn)" title="Läutewerk (Eisenbahn)">Fußklingel</a> durch den Fahrer eines Straßenbahnzuges. Die ehemalige Güterstraßenbahn in Wien wurde offiziell <i><a href="G%C3%BCterbim" title="Güterbim">Güterbim</a></i> genannt. Ein ähnlicher Begriff ist Bimmel, in Bonn gab es beispielsweise einen Partywagen <i>Bönnsche Bimmel</i>. Bei der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Posen" title="Straßenbahn Posen">Straßenbahn Posen</a> wird im örtlichen Dialekt von <i>Bimba</i> (Plural: Bimby) gesprochen. Die Kurzbezeichnung in Dresden war häufig <i>Glocke</i>.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Hongkong" title="Straßenbahn Hongkong">Straßenbahn Hongkong</a> heißt umgangssprachlich auch <i>Ding Ding</i>. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Ravensburg%E2%80%93Weingarten%E2%80%93Baienfurt" title="Straßenbahn Ravensburg–Weingarten–Baienfurt">Ravensburg</a> sprach man von der <i>Mühle</i>, dieser Spitzname bezog sich auf die typischen <a href="Fahrschalter" title="Fahrschalter">Fahrschalter</a> älterer Triebwagen, die wie die Kurbel einer <a href="Kaffeem%C3%BChle" title="Kaffeemühle">Kaffeemühle</a> aussahen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Darmstadt" title="Straßenbahn Darmstadt">Straßenbahn Darmstadt</a> wird auch <i>Ellebembel</i> genannt, in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Stuttgart" title="Straßenbahn Stuttgart">Stuttgart</a> gibt es die mundartlichen Bezeichnungen <i>Trampe</i>,<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Strampe</i> oder <i>Strambe</i> und in Wuppertal <i>Strotenbohn</i>.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Heilbronn" title="Straßenbahn Heilbronn">Straßenbahn Heilbronn</a> hieß im Volksmund <i>Spatzenschaukel</i>, während die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Offenbach_am_Main" title="Straßenbahn Offenbach am Main">Straßenbahn Offenbach</a> mitunter <i>Knochemiehl</i> (<a href="Knochenm%C3%BChle" title="Knochenmühle">Knochenmühle</a>) und die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Freiburg_im_Breisgau" title="Straßenbahn Freiburg im Breisgau">Straßenbahn Freiburg</a> <i>Hoobl</i><sup id="cite_ref-BadischeZeitung_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-BadischeZeitung-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (<a href="Hobel" title="Hobel">Hobel</a>) heißt. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_N%C3%BCrnberg" title="Straßenbahn Nürnberg">Nürnberg und Fürth</a> wird die Straßenbahn dialektal auch als <i>Straßaboh</i> oder abgekürzt als <i>Strabo</i> bezeichnet.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_M%C3%BCnchen#Geschichte" title="Straßenbahn München">München</a> wurde in den 1920er Jahren vom <i>Stangerlwagen</i> gesprochen, bezogen auf die markanten <a href="Stromabnehmer#Stangenstromabnehmer" title="Stromabnehmer">Stangenstromabnehmer</a> der damaligen Fahrzeuggenerationen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Strassenbahn_Basel" title="Strassenbahn Basel">Basel</a> heißt es <a href="Baseldeutsch" title="Baseldeutsch">im dortigen Dialekt</a> <i>Drämmli</i>. Alternative deutsche Kurzbezeichnungen sind <i>Straba</i> oder <i>Strab</i>. Weitere umgangssprachliche Varianten lauten <i>Strapazenbahn</i>,<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Funkenkutsche</i><sup id="cite_ref-BadischeZeitung_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-BadischeZeitung-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bzw. <i>Funken-Chaise</i>.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Innsbruck" title="Straßenbahn Innsbruck">Innsbruck</a> und <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Wien" title="Straßenbahn Wien">Wien</a> wird die letzte Straßenbahnfahrt vor der nächtlichen Betriebspause als <i>die Blaue</i> bezeichnet. Dies rührt daher, dass das Liniensignal der jeweils letzten Garnitur blau unterlegt war. In zahlreichen deutschen und Schweizer Städten wird die letzte Fahrt in der Nacht als <i><a href="Lumpensammler_(%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr)" title="Lumpensammler (Öffentlicher Personennahverkehr)">Lumpensammler</a></i> bezeichnet, siehe auch <a href="Gestrichene_Linie" title="Gestrichene Linie">Gestrichene Linie</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gesetzliche_Bestimmungen">Gesetzliche Bestimmungen</h2></div>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<p>Straßenbahnen werden in Deutschland in <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/pbefg/__4.html">§&nbsp;4</a></span> Abs. 1 <a href="Personenbef%C3%B6rderungsgesetz_(Deutschland)" title="Personenbeförderungsgesetz (Deutschland)">Personenbeförderungsgesetz</a> definiert und nach der <a href="Stra%C3%9Fenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung">Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahn</a> (BOStrab) betrieben. Sie unterscheiden sich damit von den <a href="Eisenbahn" title="Eisenbahn">Eisenbahnen</a>, die der <a href="Eisenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung">Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung</a> (EBO) unterliegen. Damit ist Deutschland das einzige Land, das gesetzlich zwei getrennte Regelwerke für den Eisenbahn- und Straßenbahnbetrieb hat.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Trennung orientiert sich an den unterschiedlichen Betriebsanforderungen an Straßenbahnen, deren Züge üblicherweise am öffentlichen <a href="Stra%C3%9Fenverkehr" title="Straßenverkehr">Straßenverkehr</a> teilnehmen, auf Sicht fahren und zum Beispiel <a href="Fahrtrichtungsanzeiger" title="Fahrtrichtungsanzeiger">Fahrtrichtungsanzeiger</a> (Blinker) besitzen müssen, und an Eisenbahnen, wo die Züge mit höheren Geschwindigkeiten und größeren Massen vor allem auf besonderem Bahnkörper, durch Signale gesteuert, verkehren. Mischbetrieb mit Straßenbahnfahrzeugen auf Eisenbahnstrecken und umgekehrt erfordert die Einhaltung beider Verordnungen, wenn nicht von den Aufsichtsbehörden Sondergenehmigungen erteilt werden. Derartige Systeme werden meist als <a href="Tram-Train" class="mw-redirect" title="Tram-Train">Tram-Train</a>-System bezeichnet.
Die Führer und <a href="Fahrer" title="Fahrer">Fahrer</a> von Straßenbahntriebwagen werden nach der BOStrab<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als <i>Fahrbedienstete</i> bezeichnet. Deren Ausbildung erfolgt durch <i>Lehrbedienstete</i> und die Prüfung durch den Betriebsleiter oder einen von ihm beauftragten Bediensteten des jeweiligen Straßenbahnbetriebes. Die Fahrbediensteten sind danach in regelmäßigen Abständen nachzuschulen.
</p>

<p>Zugleich umfasst die BOStrab auch unabhängige Bahnen, die vom Straßenverkehr genauso getrennt verkehren wie Eisenbahnen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beispiele der nach BOStrab betriebenen, unabhängigen Bahnen sind <a href="U-Bahn" title="U-Bahn">U-Bahnen</a>, <a href="H%C3%A4ngebahn" title="Hängebahn">Hängebahnen</a> und abschnittsweise <a href="Stadtbahn" title="Stadtbahn">Stadtbahnen</a>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<p>In <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> gelten Straßenbahnen gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40078883">§&nbsp;1</a></span> Z.&nbsp;1 lit.&nbsp;c) <a href="Eisenbahngesetz_1957" title="Eisenbahngesetz 1957">Eisenbahngesetz 1957</a> (EisbG) als Eisenbahnen. In <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40078889">§&nbsp;5</a></span> EisbG sind als Straßenbahnen definiert:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„(1) Straßenbahnen sind für den öffentlichen Verkehr innerhalb eines Ortes bestimmte Schienenbahnen (Ortsstraßenbahnen), und zwar:<br>
1. straßenabhängige Bahnen,<br>
a) deren bauliche und betrieblichen Einrichtungen sich zumindest teilweise im Verkehrsraum öffentlicher Straßen befinden und<br>
b) auf denen Schienenfahrzeuge zumindest teilweise den Verkehrsraum öffentlicher Straßen benützen und sich in ihrer Betriebsweise der Eigenart des Straßenverkehrs anpassen;<br>
2. straßenunabhängige Bahnen, auf denen Schienenfahrzeuge ausschließlich auf einem eigenen Bahnkörper verkehren, wie Hoch- und Untergrundbahnen, Schwebebahnen oder ähnliche Bahnen besonderer Bauart.<br>
(2) Für den öffentlichen Verkehr zwischen mehreren benachbarten Orten bestimmte Eisenbahnen gelten als Straßenbahnen, wenn sie infolge ihrer baulichen oder betrieblichen Einrichtungen oder nach der Art des auf ihnen abzuwickelnden Verkehrs im Wesentlichen den Ortsstraßenbahnen entsprechen.<br>
(3) Oberleitungs-Omnibusse gelten als Straßenbahnen, sofern es sich nicht um die Haftung für Schäden beim Betrieb eines Oberleitungs-Kraftfahrzeuges, wenn auch in Verbindung mit ortsfesten eisenbahntechnischen Einrichtungen, handelt.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Die näheren Bestimmungen über Betrieb, Anlagen, Fahrzeuge, Signale und dergleichen sind auf Grund von <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40176427">§&nbsp;19</a></span> Abs.&nbsp;4 Eisenbahngesetz erlassenen <i>Verordnung des <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Verkehr%2C_Innovation_und_Technologie" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie">Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr</a> über den Bau und den Betrieb von Straßenbahnen (Straßenbahnverordnung 1999 – StrabVO)</i> geregelt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Soweit sich aus dem Eisenbahngesetz keine andere Zuständigkeit ergibt, ist gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40176405">§&nbsp;12</a></span> Abs.&nbsp;2 EisbG „für alle Angelegenheiten der Straßenbahnen einschließlich des Verkehrs auf Straßenbahnen“ der <a href="Landeshauptmann" title="Landeshauptmann">Landeshauptmann</a> als Behörde zuständig. Straßenbahnen unterliegen im öffentlichen Straßenverkehr („Straßen mit öffentlichem Verkehr“) zusätzlich den Bestimmungen der <a href="Stra%C3%9Fenverkehrsordnung_1960" title="Straßenverkehrsordnung 1960">Straßenverkehrsordnung 1960</a> (StVO), das heißt, dass unter anderem auf Sicht zu fahren ist. Auch sind nicht alle Kreuzungen entsprechend der Eisenbahnkreuzungsverordnung mit Andreaskreuzen gesichert. Schienenfahrzeuge gelten gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR12146618">§&nbsp;28</a></span> StVO als <i>bevorzugte Straßenbenützer</i> mit besonderen Vorrechten:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„(1) Die Führer von Schienenfahrzeugen sind von der Einhaltung der straßenpolizeilichen Vorschriften insoweit befreit, als die Befolgung dieser Vorschriften wegen der Bindung dieser Fahrzeuge an Gleise nicht möglich ist.<br>
(2) Sofern sich aus den Bestimmungen des <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR12155400">§&nbsp;19</a></span> Abs. 2 bis 6 über den Vorrang nichts anderes ergibt [das ist insbesondere Linksvorrang], haben beim Herannahen eines Schienenfahrzeuges andere Straßenbenützer die Gleise jedenfalls so rasch wie möglich zu verlassen, um dem Schienenfahrzeug Platz zu machen; beim Halten auf Gleisen müssen die Lenker während der Betriebszeiten der Schienenfahrzeuge im Fahrzeug verbleiben, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können. Unmittelbar vor und unmittelbar nach dem Vorüberfahren eines Schienenfahrzeuges dürfen die Gleise nicht überquert werden. Bodenmarkierungen für das Einordnen der Fahrzeuge vor Kreuzungen sind ungeachtet der Bestimmungen dieses Absatzes zu beachten. Bodenschwellen oder ähnliche bauliche Einrichtungen, die entlang von Gleisen angebracht sind, dürfen nicht überfahren werden.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Bei besonderer, an Spanndrähten der Fahrleitung angebrachter Kennzeichnung dürfen Straßenbahnzüge gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40204111">§&nbsp;53</a></span> Abs. 1 StVO, Z. 10a. bei Gelb oder Rot einbiegen („STRASSENBAHN BIEGT BEI GELB ODER ROT EIN“). Bei Haltestellen oder neuralgischen Punkten mit erhöhtem Unfallrisiko werden bei Bedarf eigene rot-gelbe Ampeln angebracht. Überdies sind Schienenfahrzeuge von der Verpflichtung ausgenommen, Fußgängern, Rollschuhfahrern und Radfahrern, die sich auf einem <a href="Schutzweg_(%C3%96sterreich)" title="Schutzweg (Österreich)">Schutzweg</a> bzw. einer <a href="Radfahrer%C3%BCberfahrt" title="Radfahrerüberfahrt">Radfahrerüberfahrt</a> befinden oder diesen/diese erkennbar benützen wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen (siehe <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Dokumentnummer=NOR40128456">§&nbsp;9</a></span> Abs.&nbsp;2 StVO).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Allgemeine_Bestimmungen">Allgemeine Bestimmungen</h4></div>

<p>In der Schweiz gibt es keine gesonderte Gesetzgebung, die Strassenbahnen unterstehen dem <a href="Eisenbahngesetz_(Schweiz)" title="Eisenbahngesetz (Schweiz)">Eisenbahngesetz</a> (EBG). Dieses verwendet das Wort „Strassenbahnen“ ein einziges Mal und legt fest, dass bei diesen für die Benutzung von Strassen eine Bewilligung durch den jeweiligen Kanton erforderlich ist.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das <a href="Fahrdienstreglement" class="mw-redirect" title="Fahrdienstreglement">Fahrdienstreglement</a> definiert den Strassenbahnbereich als gemeinsame Verkehrsfläche von Bahn und Strasse. Der Strassenbahnbereich kann mit Signalen gekennzeichnet sein oder/und in der <a href="Streckentabelle" title="Streckentabelle">Streckentabelle</a> bezeichnet werden.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Im Strassenbahnbereich wird mit <a href="Fahrt_auf_Sicht" class="mw-redirect" title="Fahrt auf Sicht">Fahrt auf Sicht</a> gefahren, wobei die zulässige Höchstgeschwindigkeit die Fahrzeuge und die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt.<sup id="cite_ref-FDV_6_4.4_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-FDV_6_4.4-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wenn die Geschwindigkeit nicht angemessen reduziert ist, werden im Strassenbahnbereich und bei städtischen Strassenbahnen <a href="Magnetschienenbremse" title="Magnetschienenbremse">Magnetschienenbremsen</a> verwendet.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Führer des Schienenfahrzeugs hat sich auch an die Vorschriften des Strassenverkehrsgesetzes zu halten.<sup id="cite_ref-FDV_6_4.4_26-1" class="reference"><a href="#cite_note-FDV_6_4.4-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Signale_für_den_Strassenbahnbetrieb"><span id="Signale_f.C3.BCr_den_Strassenbahnbetrieb"></span>Signale für den Strassenbahnbetrieb</h4></div>
<p>Strassenbahnbereiche werden auf der Strecke und in Bahnhöfen mit Signalen für Strassenbahnbereich gekennzeichnet:<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Bild</th>
<th>Begriff</th>
<th>Bedeutung</th>
<th>Beziehung zu anderen Signalen
</th></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Vorsignal für Strassenbahnbereich</td>
<td>Ab dem Anfangssignal gelten die Vorschriften für das Befahren von Strassenbahnbereichen.</td>
<td>Es folgt ein Anfangssignal.
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Anfangssignal für Strassenbahnbereich</td>
<td>Ab diesem Signal gelten die Vorschriften für das Befahren von Strassenbahnbereichen.</td>
<td>Es kann ein Vorsignal vorausgehen und ein Endsignal folgen.
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Endsignal für Strassenbahnbereich</td>
<td>Die Vorschriften für das Befahren von Strassenbahnbereichen gelten, bis das letzte Fahrzeug an diesem Signal vorbeigefahren ist.</td>
<td>Es kann ein Anfangssignal vorausgehen.
</td></tr></tbody></table>
<p>Strassenbahnsignale befinden sich in unmittelbarer Nähe der Verkehrsregelungsanlage. Das Signalbild kann eine Lichterreihe oder einen leuchtenden Balken zeigen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div style="float:right;"></div>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Bild</th>
<th>Begriff</th>
<th>Bedeutung
</th></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Halt</td>
<td>Halt vor dem Signal
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Fahrt</td>
<td>Fahrt
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Fahrt</td>
<td>Mit dem Fahrt zeigenden Signal kann auch die entsprechende Richtung nach rechts (bzw. nach links) gezeigt werden.
</td></tr>
<tr>
<td></td>
<td>Außer Betrieb</td>
<td>Fahrt mit Vorsicht. Die Verkehrsregelungsanlage ist außer Betrieb.
</td></tr></tbody></table>

<div style="float:right;"></div>
<p>Die Signale für den Autofahrer finden sich in der <i><a href="Strassensystem_in_der_Schweiz_und_in_Liechtenstein#Gesetzliche_Grundlagen" title="Strassensystem in der Schweiz und in Liechtenstein">Signalisationsverordnung</a> (SSV)</i>. Die Signalisierung der <a href="Bahn%C3%BCbergang" title="Bahnübergang">Bahnübergänge</a> ohne Schranken ist auch vom Eisenbahnrecht abhängig und unterscheidet sich bei Bahnstrecken innerhalb und außerhalb des Strassenbahnbereichs.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Vortrittsregeln">Vortrittsregeln</h4></div>
<p>Generell gilt: Das Schienenfahrzeug ist gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern vortrittsberechtigt.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies gilt auch gegenüber Fussgängern auf <a href="Fussg%C3%A4ngerstreifen" title="Fussgängerstreifen">Fussgängerstreifen</a>.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ausnahmen: Fährt die Strassenbahn auf einer <a href="Nebenstrasse" title="Nebenstrasse">Nebenstrasse</a>, so haben die Verkehrsteilnehmer einer kreuzenden <a href="Hauptstrasse" title="Hauptstrasse">Hauptstrasse</a> Vortritt.<sup id="cite_ref-SVG_45_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-SVG_45-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fahrzeuge der <a href="Blaulichtorganisation" class="mw-redirect" title="Blaulichtorganisation">Blaulichtorganisationen</a> sind auch gegenüber dem Schienenverkehr vortrittsberechtigt.<sup id="cite_ref-SVG_45_33-1" class="reference"><a href="#cite_note-SVG_45-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weiter gilt: Das Halten auf Tramschienen ist verboten.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Israel">Israel</h3></div>
<p>Der für Stadtbahnen 2005 verbindlich gewordene israelische <a href="Standard" title="Standard">Standard</a> SI 5350<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> entspricht der englischen Übersetzung der deutschen <a href="BOStrab" class="mw-redirect" title="BOStrab">BOStrab</a>. Dadurch wird auf Sicht gefahren (§ 49 SI 5350, übersetzt aus § 49 BOStrab) und die <a href="Stra%C3%9Fenbahnsignale_in_Deutschland" title="Straßenbahnsignale in Deutschland">technische Signalisierung</a> ist insgesamt übersetzt aus Anlage 4 zur BOStrab (SI 5350). Angewandt wird dieser Standard bei der <a href="Stadtbahn_Jerusalem" title="Stadtbahn Jerusalem">Stadtbahn Jerusalem</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Portugal">Portugal</h3></div>
<p>In <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a> unterliegen Straßenbahnen, die Strecken im Mischverkehr mit Straßenfahrzeugen haben, keinen gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der technischen Sicherheit, sondern lediglich den betrieblichen Bestimmungen der Betreiber selbst. Eine unabhängige Aufsichtsbehörde gibt es nicht.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Betreiber">Betreiber</h2></div>
<p>In aller Regel werden Straßenbahnnetze von kommunalen oder privaten <a href="Verkehrsunternehmen" title="Verkehrsunternehmen">Verkehrsunternehmen</a> betrieben, nicht selten handelt es sich dabei um gemischte Ver- und Entsorgungsbetriebe wie <a href="Stadt-_und_Gemeindewerke" title="Stadt- und Gemeindewerke">Stadtwerke</a>. Um <a href="Synergiepotenzial" title="Synergiepotenzial">Synergiepotenziale</a> zu nutzen, bildeten in den Anfangszeiten der elektrischen Straßenbahn oft auch <a href="Elektrizit%C3%A4tswerk" title="Elektrizitätswerk">Elektrizitätswerk</a> und Straßenbahngesellschaft eine unternehmerische Einheit. Viele Städte führten gleichzeitig mit der elektrischen Straßenbahn auch die elektrische <a href="Stra%C3%9Fenbeleuchtung" title="Straßenbeleuchtung">Straßenbeleuchtung</a> ein. Die Straßenbahngesellschaften sind meist auch für den örtlichen Omnibus- und – soweit vorhanden – <a href="Oberleitungsbus" title="Oberleitungsbus">Oberleitungsbusverkehr</a> zuständig. Insbesondere in den Staaten der ehemaligen <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> werden hingegen häufig nur Straßenbahn und Oberleitungsbus zusammengefasst – meist enden diese Unternehmensnamen auf <i>-elektrotrans</i> für <i>elektrischen Transport</i> – während der Omnibusverkehr von einer anderen Gesellschaft verantwortet wird. In bestimmten Ausnahmefällen treten auch <a href="Staatsbahn" title="Staatsbahn">Staatsbahnen</a> als Betreiber von Straßenbahnen auf. Beispiele hierfür sind:
</p>
<ul><li>die <a href="Linie_4_der_Pariser_Stra%C3%9Fenbahn" title="Linie 4 der Pariser Straßenbahn">Linie 4 der Pariser Straßenbahn</a> der <a href="Soci%C3%A9t%C3%A9_nationale_des_chemins_de_fer_fran%C3%A7ais" class="mw-redirect" title="Société nationale des chemins de fer français">SNCF</a>, die eine ehemalige Eisenbahntrasse nutzt</li>
<li>die ehemalige <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Ravensburg%E2%80%93Weingarten%E2%80%93Baienfurt" title="Straßenbahn Ravensburg–Weingarten–Baienfurt">Straßenbahn Ravensburg–Weingarten–Baienfurt</a>, die in ihren letzten Betriebsjahren zur <a href="Deutsche_Bundesbahn" title="Deutsche Bundesbahn">Deutschen Bundesbahn</a> gehörte</li>
<li>die ehemalige <a href="Dampfstra%C3%9Fenbahn_Neu%C3%B6tting%E2%80%93Alt%C3%B6tting" title="Dampfstraßenbahn Neuötting–Altötting">Dampfstraßenbahn Neuötting–Altötting</a> der <a href="Deutsche_Reichsbahn_(1920%E2%80%931945)" title="Deutsche Reichsbahn (1920–1945)">Deutschen Reichsbahn</a> beziehungsweise deren Vorgängergesellschaft <a href="K%C3%B6niglich_Bayerische_Staatseisenbahnen" title="Königlich Bayerische Staatseisenbahnen">Königlich Bayerische Staatseisenbahnen</a></li>
<li>die ehemalige <a href="Schmalspurbahn_Klingenthal%E2%80%93Sachsenberg-Georgenthal" title="Schmalspurbahn Klingenthal–Sachsenberg-Georgenthal">Schmalspurbahn Klingenthal–Sachsenberg-Georgenthal</a>, die nach außen an eine Überlandstraßenbahn erinnerte</li>
<li>die 1969 stillgelegte <a href="Schmalspurbahn_Ny%C3%ADregyh%C3%A1za%E2%80%93Dombr%C3%A1d/Balsa" title="Schmalspurbahn Nyíregyháza–Dombrád/Balsa">Straßenbahn Nyíregyháza</a>, die betrieblich eng mit der von dort ausgehenden Schmalspurbahn verbunden war und deshalb in Folge der allgemeinen Verstaatlichung ab Januar 1949 ebenfalls von der ungarischen Staatsbahn <a href="Magyar_%C3%81llamvasutak" title="Magyar Államvasutak">Magyar Államvasutak</a> (MÁV) betrieben wurde,<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie die zeitweise ebenfalls von der MÁV betriebene <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Satu_Mare" title="Straßenbahn Satu Mare">Straßenbahn Satu Mare</a></li></ul>
<p>Eine weitere diesbezügliche Besonderheit waren die sogenannten <i>Staatsstraßenbahnen</i> in der Region Dresden. Dort war der <a href="Freistaat_Sachsen" class="mw-redirect" title="Freistaat Sachsen">Freistaat Sachsen</a> in Form der <a href="K%C3%B6niglich_S%C3%A4chsische_Staatseisenbahnen" title="Königlich Sächsische Staatseisenbahnen">Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen</a> zwar Eigentümer, vergab den Betrieb aber an die <a href="Dresdner_Verkehrsbetriebe#Die_Gelbe_und_die_Rote_Straßenbahn" title="Dresdner Verkehrsbetriebe">Dresdner Straßenbahn AG</a> als Subunternehmer. Dies betraf die <a href="L%C3%B6%C3%9Fnitzbahn" title="Lößnitzbahn">Lößnitzbahn</a>, die <a href="Plauensche_Grundbahn" title="Plauensche Grundbahn">Plauensche Grundbahn</a>, die <a href="Vorortbahn_Loschwitz%E2%80%93Pillnitz" title="Vorortbahn Loschwitz–Pillnitz">Vorortbahn Loschwitz–Pillnitz</a>, die <a href="B%C3%BChlauer_Au%C3%9Fenbahn" title="Bühlauer Außenbahn">Bühlauer Außenbahn</a> und die <a href="Vorortbahn_Cotta%E2%80%93Cossebaude" title="Vorortbahn Cotta–Cossebaude">Vorortbahn Cotta–Cossebaude</a>.
</p><p>Mitunter taucht der Begriff „Straßenbahn“ noch als Unternehmensname auf, obwohl schon seit Jahrzehnten kein Schienenverkehr mehr durchgeführt wird. Beispiele hierfür sind die <a href="Hanauer_Stra%C3%9Fenbahn" title="Hanauer Straßenbahn">Hanauer Straßenbahn GmbH</a> (HSB, seit 1944 nur Bus), die <a href="Celler_Stra%C3%9Fenbahn_GmbH" class="mw-redirect" title="Celler Straßenbahn GmbH">Celler Straßenbahn GmbH</a> (seit 1956 nur Bus), die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Herne%E2%80%93Castrop-Rauxel" title="Straßenbahn Herne–Castrop-Rauxel">Straßenbahn Herne–Castrop-Rauxel GmbH</a> (seit 1959 nur Bus), die <a href="Paderborner_Elektrizit%C3%A4tswerke_und_Stra%C3%9Fenbahn_AG" title="Paderborner Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG">Paderborner Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG</a> (PESAG, seit 1963 nur Bus), die <a href="Aachener_Stra%C3%9Fenbahn_und_Energieversorgungs-AG" title="Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG">Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG</a> (ASEAG, seit 1974 nur Bus), die <a href="Hagener_Stra%C3%9Fenbahn_AG" title="Hagener Straßenbahn AG">Hagener Straßenbahn AG</a> (seit 1976 nur Bus) und die <a href="Vestische_Stra%C3%9Fenbahnen" title="Vestische Straßenbahnen">Vestische Straßenbahnen GmbH</a> (VESTISCHE, seit 1982 nur Bus).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technik">Technik</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fahrzeugkonstruktion">Fahrzeugkonstruktion</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Entwicklung_der_Fahrzeuge">Entwicklung der Fahrzeuge</h4></div>



<p>In den Anfängen der elektrischen Straßenbahn wurden Techniken für die Stromzuführung eingesetzt, die später unüblich wurden. Bei der <a href="Lokalbahn_M%C3%B6dling%E2%80%93Hinterbr%C3%BChl" title="Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl">Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl</a> in der Nähe von <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> und der ersten kommerziell eingesetzten elektrischen Straßenbahn in Deutschland, der <a href="Frankfurt-Offenbacher_Trambahn-Gesellschaft" title="Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft">Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft</a> (FOTG), wurden noch keine <a href="Stromabnehmer" title="Stromabnehmer">Stromabnehmer</a> und <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitungen</a> später üblicher Bauarten verwendet. Verwendung fand bei diesen beiden Bahnen stattdessen ein System aus einer zweipoligen Fahrleitung in <a href="Kupfer" title="Kupfer">Kupferrohren</a> mit kleinem Durchmesser und einem Schlitz an der Unterseite (<a href="Oberleitung#Schlitzrohrfahrleitung" title="Oberleitung">Schlitzrohrfahrleitung</a>). In dieser liefen zwei <a href="Stromabnehmer#Kontaktwagen" title="Stromabnehmer">Kontaktwägelchen</a>, die von dem Triebwagen nachgezogen wurden. Als Fahrstrom wurde <a href="Gleichstrom" title="Gleichstrom">Gleichstrom</a> mit 300 Volt verwendet.
</p><p>Die frühen Straßenbahnen setzten zu den elektrischen, zunächst meist zweiachsigen <a href="Triebwagen" title="Triebwagen">Triebwagen</a> ein bis zwei angehängte <a href="Beiwagen_(Bahn)" title="Beiwagen (Bahn)">Beiwagen</a> ein, auf Überlandstrecken auch mehr. Die Beiwagen waren in den ersten Jahren des elektrischen Betriebes häufig umgebaute Wagen der vormaligen <a href="Pferdebahn" title="Pferdebahn">Pferdebahn</a>. Üblich waren zwei Varianten: offene <a href="Sommerwagen" title="Sommerwagen">Sommerwagen</a> sowie geschlossene Wagen für den Ganzjahresbetrieb. Die Führerstände blieben vielfach auch nach dem Übergang zum elektrischen Betrieb offen, damit war das Personal weiterhin der Witterung ausgesetzt. Teilweise war anfangs nur die Front verglast, erst nach dem Ersten Weltkrieg setzten sich vollständig geschlossene Führerstände durch. Die Fahrer mussten jedoch weiter im Stehen arbeiten. Die Einführung von Fahrersitzen und damit zusammenhängend die Umgestaltung der Führerstände auf sitzende Bedienung erfolgte erst zwischen den 1930er und den 1950er Jahren.
</p><p>Die Entwicklung der Fahrzeuge war geprägt durch die Wünsche der jeweiligen Straßenbahnbetriebe, denen die Hersteller mit der Fertigung von individuellen Kleinserien folgten. Die oft engen Raumverhältnisse in den Städten erzwangen zudem auch besondere Anpassungen, aus denen heraus beispielsweise in Dresden die vorn und hinten verjüngten <i><a href="Gro%C3%9Fer_Hecht" title="Großer Hecht">Hechtwagen</a></i> entstanden. Die frühen Straßenbahnwagen hatten häufig Längsbänke mit einem Mittelgang, auf dem der <a href="Schaffner_(Eisenbahn)" class="mw-redirect" title="Schaffner (Eisenbahn)">Schaffner</a> mit dem mancherorts in Deutschland typischen <a href="Galoppwechsler" title="Galoppwechsler">Galoppwechsler</a> die <a href="Tarifbestimmungen" title="Tarifbestimmungen">Fahrgelder</a> von den <a href="Passagier" title="Passagier">Fahrgästen</a> einsammelte. Umstellungen des Betriebes auf <a href="Fahrgastfluss" title="Fahrgastfluss">Fahrgastfluss</a>, verbunden mit einem fest eingebauten <a href="Schaffnersitz" title="Schaffnersitz">Schaffnersitz</a>, führten zu – z.  B. in Hamburg <i>Sambawagen</i> genannten – Fahrzeugen mit großer Aufnahmefläche im Einstiegsbereich. In Deutschland wurden nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> erstmals bei der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Hamburg" title="Straßenbahn Hamburg">Hamburger Straßenbahn</a> vierachsige Großraumwagen mit Fahrgastfluss eingeführt. Mit der Entwicklung der längeren <a href="Gelenkwagen_(Stra%C3%9Fenbahn)" title="Gelenkwagen (Straßenbahn)">Gelenkwagen</a> wurden die Beiwagen zunehmend verdrängt.
</p><p>Bis in die 1950er Jahre hinein wurde ein großer Teil der Straßenbahnwagen individuell nach Wunsch des jeweiligen Straßenbahnbetriebs angefertigt, nicht selten in eigener Werkstatt der Verkehrsbetriebe, besonders die Beiwagen. Schon seit den 1930er Jahren entstand ein Trend zu überörtlicher Standardisierung, um Herstellungs- und Wartungskosten zu senken. Das gilt für die amerikanischen <a href="PCC-Wagen" title="PCC-Wagen">PCC-Wagen</a> der 1930er Jahre, die auch außerhalb der <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> kopiert wurden. In Deutschland wurde während des Zweiten Weltkriegs zum Ersatz von Bombenschäden der <a href="Kriegsstra%C3%9Fenbahnwagen" title="Kriegsstraßenbahnwagen">Kriegsstraßenbahnwagen</a> entwickelt, der einfach, aber leistungsfähig war. Seit den frühen 1950er Jahren fertigte die Düsseldorfer Waggonfabrik (<a href="Waggonfabrik_Uerdingen" title="Waggonfabrik Uerdingen">Duewag</a>) in Anlehnung an den PCC-Wagen den <a href="Duewag-Einheitswagen" class="mw-redirect" title="Duewag-Einheitswagen">Duewag-Einheitswagen</a>, der – vor allem als sechsachsiger Gelenkwagen – in der <a href="Deutschland" title="Deutschland">Bundesrepublik Deutschland</a> und in <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> weit verbreitet war. Diesem folgte in den 1970er Jahren der <a href="Stadtbahnwagen_Typ_M/N" title="Stadtbahnwagen Typ M/N">Stadtbahnwagen Typ M/N</a> aus gleichem Hause. In der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> wurde von der <a href="LOWA" title="LOWA">LOWA</a> ein Einheitswagen entwickelt und vom <a href="Gothaer_Waggonfabrik" title="Gothaer Waggonfabrik">VEB Waggonbau Gotha</a> für die Straßenbahnbetriebe sowohl im Inland als auch für Exportkunden produziert. Das Festhalten an steifachsigen Zweiachsern wurde allerdings schon in den 1960er Jahren zu einem Anachronismus. Später kam es zu einer internationalen Vereinheitlichung der Straßenbahnproduktion in den Ländern des <a href="Rat_f%C3%BCr_gegenseitige_Wirtschaftshilfe" title="Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe">RGW</a>. Der <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">tschechoslowakische</a> Hersteller <a href="%C4%8CKD_Tatra" class="mw-redirect" title="ČKD Tatra">ČKD Tatra</a> lieferte nach einer Lizenz auf den PCC-Wagen basierende Fahrzeuge in die meisten Länder Osteuropas einschließlich der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>. Weiterentwicklungen von ČKD Tatra wurden teils exportiert, teils wurde die Konstruktion von Herstellerbetrieben in Partnerländern nachgebaut, so von <a href="Konstal" title="Konstal">Konstal</a> in <a href="Polen" title="Polen">Polen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Niederflurtechnik_und_Modulbauweise">Niederflurtechnik und Modulbauweise</h4></div>

<p>Ein 1923 erbauter Niederflur-Straßenbahnwagen wurde 1924 von der <a href="Waggonfabrik_Uerdingen" title="Waggonfabrik Uerdingen">Waggonfabrik Uerdingen</a> an die <a href="Frankfurter_Lokalbahn" title="Frankfurter Lokalbahn">Frankfurter Lokalbahn</a> geliefert, die diesen im Vorortverkehr auf <a href="%C3%9Cberlandstra%C3%9Fenbahn" title="Überlandstraßenbahn">Überlandstraßenbahnstrecken</a> zwischen <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt</a> und <a href="Oberursel" class="mw-redirect" title="Oberursel">Oberursel</a> sowie <a href="Bad_Homburg_vor_der_H%C3%B6he" title="Bad Homburg vor der Höhe">Bad Homburg</a> einsetzte. Dieses Fahrzeug sollte aus Sicht des Herstellers neue Aufträge generieren, blieb jedoch ein Einzelstück. Es war bis zum 31. Dezember 1954 in Betrieb. Ausgemustert wurde dieser Wagen, da die <a href="Stra%C3%9Fenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung">BOStrab</a> die damals neuen <a href="Magnetschienenbremse" title="Magnetschienenbremse">Schienenbremsen</a> vorschrieb, die dafür erforderlichen neuen <a href="Drehgestell" title="Drehgestell">Drehgestelle</a> jedoch zu teuer gewesen wären. Das Fahrzeug befindet sich im <a href="Verkehrsmuseum_Frankfurt_am_Main" title="Verkehrsmuseum Frankfurt am Main">Frankfurter Verkehrsmuseum</a>. 1926 beschaffte die Große Leipziger Straßenbahn von <a href="Christoph_%26_Unmack" title="Christoph &amp; Unmack">Christoph &amp; Unmack</a> in Niesky und <a href="Waggon-_und_Maschinenbau_G%C3%B6rlitz" title="Waggon- und Maschinenbau Görlitz">WUMAG</a> in Görlitz je einen Dreiwagen-Versuchszug aus zweiachsigen Mitteleinstiegwagen mit einem Niederfluranteil von 30 Prozent. Auf deren Grundlage wurden 1929 eine Serie von Mitteleinstiegbeiwagen mit nahezu identischen Maßen und einer Einstiegshöhe von 400 Millimetern geliefert. Die zugehörigen, erst 1930 und 1931 gebauten Triebwagen waren Vierachser, jedoch ohne Niederflureinstieg. Die Niederflurbeiwagen wurden erst 1973 ausgemustert, weil sie keinen Einbauraum für Magnetschienenbremsen boten.
</p><p>In den 1980er Jahren begannen die systematische Entwicklung der <a href="Niederflurtechnik" title="Niederflurtechnik">Niederflurtechnik</a> sowie die Modularisierung der Fahrzeuge. Aufgrund der seinerzeit noch nicht so weit entwickelten Antriebs- und Fahrwerkstechnik verfügten die ersten Fahrzeuge nur über einen 60- bis 70-prozentigen Niederfluranteil im Fahrgastraum, wie bei den ersten Niederflur-Gelenktriebwagen (<a href="NGT6C" class="mw-redirect" title="NGT6C">NGT6C</a>) der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Kassel" title="Straßenbahn Kassel">Straßenbahn Kassel</a>. Die Wagenteile auf den Antriebsdrehgestellen lagen hochflurig, was analog bei Omnibussen als <a href="Low-Entry-Bus" title="Low-Entry-Bus">Low-Entry</a>-Konzept aus Gründen der Kostenersparnis wieder eingeführt wird. Antriebslose Wagenteile konnten auf Losradsätzen (Einzelradlaufwerken) oder als <a href="S%C3%A4nfte" title="Sänfte">Sänften</a> freischwebend durch benachbarte Wagenteile aufgehängt sein, wodurch ein durchgehend ebener Wagenboden entstand. Die elektrischen Einrichtungen wurden weitgehend auf dem Fahrzeugdach untergebracht, was fortan eine erhöhte Steifigkeit des <a href="Wagenkasten" title="Wagenkasten">Wagenkastens</a> erforderte.
</p>

<p>Da bis in die 1990er Jahre hinein konventionelle Hochflurfahrzeuge bestellt wurden und Straßenbahn-Triebwagen durchschnittlich eine Einsatzdauer von 40 Jahren aufweisen, standen viele Straßenbahnbetriebe bei der Umstellung auf Niederflurwagen vor einem Problem: ein 1990 angeschaffter Triebwagen wäre damit erst 2030 ausmusterungsreif, sodass der Fuhrpark erst dann vollständig auf Niederflurwagen umgestellt wäre. Da aber eine frühere Ausmusterung der zuletzt beschafften Hochflurwagen unwirtschaftlich gewesen wäre, gingen einige Verkehrsbetriebe in Kooperation mit den Herstellern dazu über, in ihren vorhandenen Hochflur-Gelenktriebwagen nachträglich ein Niederflur-Mittelteil einzusetzen oder dieses umzubauen, sodass in einem dreiteiligen Fahrzeug zumindest ein Niederflureinstieg zur Verfügung steht. Andere Betriebe beschafften neue Niederflur-Beiwagen für den Einsatz mit den Hochflurtriebwagen. Diese Lösung ist insbesondere auch dann anwendbar, wenn die Hochflurwagen keine Gelenkwagen sind.
</p><p>Moderne Fahrzeuge werden von Herstellern wie <a href="Bombardier_Transportation" title="Bombardier Transportation">Bombardier Transportation</a> oder <a href="Rail_Systems" class="mw-redirect" title="Rail Systems">Siemens</a> in Modulbauweise hergestellt und sind an die örtlichen Gegebenheiten anpassbar (<a href="Regelspur" class="mw-redirect" title="Regelspur">Regelspur</a>/<a href="Meterspur" title="Meterspur">Meterspur</a>, Fahrzeugbreite, Türen rechts/links/beidseitig, Fahrt in <a href="Einrichtungsfahrzeug" title="Einrichtungsfahrzeug">eine</a> oder <a href="Zweirichtungsfahrzeug" title="Zweirichtungsfahrzeug">beide</a> Richtungen, Achsanzahl, Niederfluranteil). Beispiele für derartige Fahrzeugbauarten sind <a href="Siemens_Combino" title="Siemens Combino">Combino</a>, <a href="Ultra_Low_Floor" title="Ultra Low Floor">ULF</a> und <a href="Variobahn" title="Variobahn">Variobahn</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Laufleistung">Laufleistung</h3></div>
<p>Die maximale Laufleistung eines <a href="Radreifen" class="mw-redirect" title="Radreifen">Radreifens</a> liegt bei der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Budapest" title="Straßenbahn Budapest">Straßenbahn Budapest</a> zwischen 250 000 km (<a href="Ganz_(Unternehmen)#Ganz_Straßenbahnwagen" title="Ganz (Unternehmen)">Ganz-Gelenkwagen</a>), 300 000 km (<a href="Tatra_T5C5" title="Tatra T5C5">Tatra T5C5</a>) und 500 000 km (<a href="Siemens_Combino" title="Siemens Combino">Combino Plus</a>).<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antrieb">Antrieb</h3></div>

<p>Bei den ersten Straßenbahnen wurden die Wagen mit den Fahrgästen von <a href="Hauspferd" title="Hauspferd">Pferden</a> gezogen. Dampflokomotiven im Straßenraum waren vor allem in großen Städten unbeliebt. In mehreren Städten der <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a> ließ man Straßenbahnen mittels in Schlitztunneln verlegter <a href="Drahtseil" title="Drahtseil">Drahtseile</a> ziehen, die von stationären Dampfmaschinen angetrieben wurden. Das letzte System dieser Art ist das <a href="San_Francisco_Cable_Cars" title="San Francisco Cable Cars">Cable Car</a> in <a href="San_Francisco" title="San Francisco">San Francisco</a>. Mit der <a href="Elektrische_Stra%C3%9Fenbahn_Lichterfelde%E2%80%93Kadettenanstalt" class="mw-redirect" title="Elektrische Straßenbahn Lichterfelde–Kadettenanstalt">Elektrische Straßenbahn Lichterfelde</a> in Groß-<a href="Berlin-Lichterfelde" title="Berlin-Lichterfelde">Lichterfelde</a> (seit 1920 ein Ortsteil von <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>) hielt 1881 der elektrische Antrieb Einzug in den Straßenbahnverkehr. Die in Lichterfelde angewandte zweipolige Energiezufuhr am Boden war aber für einen klassischen Straßenbahnbetrieb ohne separaten Gleiskörper ungeeignet. <a href="Werner_von_Siemens" title="Werner von Siemens">Werner von Siemens</a> führte noch im selben Jahr auf der <a href="Internationale_Elektrizit%C3%A4tsausstellung_1881" title="Internationale Elektrizitätsausstellung 1881">Internationalen Elektrizitätsausstellung 1881</a> in <a href="Paris" title="Paris">Paris</a> eine erste Straßenbahn mit <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitung</a> vor.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine <a href="Schlitzrohroberleitung" class="mw-redirect" title="Schlitzrohroberleitung">Schlitzrohroberleitung</a> war noch anfällig, aber mit der versuchsweise 1884 und im Regelbetrieb von <a href="Frank_Julian_Sprague" title="Frank Julian Sprague">Frank Julian Sprague</a> 1888 eingeführten Fahrdrahtoberleitung war und ist eine gefahrlose und zuverlässige Stromzufuhr am leichtesten zu bewerkstelligen.
</p><p>Allerdings gab es in mehreren großen Städten ästhetische Vorbehalte gegen Oberleitungen. Eine 1885–1888 in <a href="Denver_(Colorado)" class="mw-redirect" title="Denver (Colorado)">Denver (Colorado)</a>, danach vor allem im <a href="New_York_City" title="New York City">New Yorker</a> Stadtteil <a href="Manhattan" title="Manhattan">Manhattan</a> praktizierte Ausweichlösung waren unterirdische Stromschienen, die man dort großenteils in die schon vorhandenen Kabelbahnrinnen legen konnte. Unter anderem im Stadtzentrum von Berlin gab es Linien mit <a href="Akkumulator" title="Akkumulator">Akkumulatoren</a> als Energiequelle, ebenso in Paris. In Paris setzte man im Stadtzentrum nicht zuletzt auf den 1876 von <a href="Louis_M%C3%A9karski" title="Louis Mékarski">Louis Mékarski</a> entwickelten <a href="Druckluftmotor" class="mw-redirect" title="Druckluftmotor">Druckluftantrieb</a>. Nach einer elfjährigen Experimentierphase liefen Druckluftstraßenbahnen im Regelbetrieb von 1887 bis 1906. Es gab auch <a href="Gasmotor" title="Gasmotor">Gasmotorantrieb</a>, doch der Einsatz von Verbrennungsmotoren fiel in den USA in die Phase des Niedergangs der Straßenbahnen, als die großen Erdölgesellschaften daran gingen, die elektrische Konkurrenz auszuschalten.
</p><p>Insgesamt setzte sich der Oberleitungsbetrieb wegen seiner Zuverlässigkeit durch. Erst mit Beginn des 21. Jahrhunderts gab es entscheidende Verbesserungen bei Stromspeichern und Stromschienen, so dass nun vermehrt oberleitungsfreie Streckenstücke zu finden sind. Die ersten Straßenbahnfahrzeuge mit <a href="Brennstoffzelle" title="Brennstoffzelle">Brennstoffzellen</a> existieren bereits, auch wenn sie noch nicht planmäßig eingesetzt werden (Stand 2015).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Muskelkraft">Muskelkraft</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Pferdebahnen">Pferdebahnen</h5></div>
<p><a href="Pferdebahn" title="Pferdebahn">Pferdebahnen</a> waren anfangs weit verbreitet. Sie wurden meist auf elektrischen Betrieb umgestellt oder aus wirtschaftlichen Überlegungen eingestellt. Zu dieser Antriebsart gehörten auch jene Bahnen, die von <a href="Maultier" title="Maultier">Maultieren</a> gezogen wurden. Eine Sonderform der Pferdebahn stellte der sogenannte <a href="Perambulatorbetrieb" title="Perambulatorbetrieb">Perambulatorbetrieb</a> dar, hierbei konnten die Wagen sich auch abseits der Schienen fortbewegen.
</p><p>Ein Beispiel für die gegenwärtige Nutzung als Attraktion ist die im Juni 2007 wieder in Betrieb genommene <a href="Stra%C3%9Fenbahn_D%C3%B6beln" title="Straßenbahn Döbeln">Döbelner Straßenbahn</a>, die in den Sommermonaten an jedem ersten Samstag sowie zu besonderen Anlässen verkehrt.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 255px">
<div class="thumb" style="width: 250px; height: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Von Maultieren gezogener Straßenbahnwagen in Limoeiro<a href="Pernambuco" title="Pernambuco">-PE</a> (<a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a>) (1951)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 255px">
<div class="thumb" style="width: 250px; height: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die Döbelner Pferdebahn (2007)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 255px">
<div class="thumb" style="width: 250px; height: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Wagen 167 der <a href="Frankfurter_Trambahn-Gesellschaft" title="Frankfurter Trambahn-Gesellschaft">Frankfurter Trambahn-Gesellschaft</a> (FTG) des <a href="Verkehrsmuseum_Frankfurt_am_Main" title="Verkehrsmuseum Frankfurt am Main">Verkehrsmuseums Frankfurt am Main</a> im <a href="Eckenheimer_Depot" title="Eckenheimer Depot">Eckenheimer Depot</a> (2022)</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Menschengetrieben">Menschengetrieben</h5></div>
<p>In Japan bestanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts dutzende kurze kommerzielle Strecken bis 10 km Länge, die speziell zum Schieben besonders kleiner und leichter Wagen durch Menschen errichtet wurden. Auf Schmalspurgleisen von 762 und 610 mm <a href="Spurweite_(Bahn)" class="mw-redirect" title="Spurweite (Bahn)">Spurweite</a> wurden so Fahrgäste und Güter transportiert. Eine erste solche Bahn, die <a href="Fujieda" title="Fujieda">Fujieda</a>-<a href="Yaizu" title="Yaizu">Yaizu</a>-Tramway, wurde 1891 gebaut, die meisten öffneten vor 1910. Bereits 1912 wurde eine Verbindung und vor 1945 der Rest stillgelegt, da sich konkurrierende Transportmodi durchsetzten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Verbrennungsmotoren">Verbrennungsmotoren</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Gasmotor">Gasmotor</h5></div>
<p>Der <a href="Gasmotor" title="Gasmotor">Gasmotorantrieb</a> wurde erstmals von <i>Hasse &amp; Co.</i> in Berlin erprobt, deren Konstruktion einer Gaslokomotive am 6.&nbsp;Dezember 1877 als deutsches Patent veröffentlicht wurde. Viele Konstrukteure im In- und Ausland begannen die Verbesserung der Vorrichtung, so <a href="Gottlieb_Daimler" title="Gottlieb Daimler">Gottlieb Daimler</a> in <a href="Bad_Cannstatt" title="Bad Cannstatt">Cannstatt</a>, die <a href="K%C3%B6rting_Hannover" title="Körting Hannover">Gebrüder Körting</a> in Hannover und Holt<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in <a href="Manchester" title="Manchester">Manchester</a>. Der erste praktische Versuch einer Gasmotorenstraßenbahn wurde 1885 in <a href="Melbourne" title="Melbourne">Melbourne</a> durchgeführt. Ihre Bedeutung erlangte diese Konstruktion durch Karl Lührig in <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a>, dessen Entwicklung 1892 veröffentlicht wurde und der einen Probebetrieb mit fünf Motorwagen in Dresden einrichtete. Die Patente Lührigs wurden von der im März 1895 gegründeten <a href="Waggonbau_Dessau" title="Waggonbau Dessau">Deutschen Gasbahngesellschaft</a> in <a href="Dessau" title="Dessau">Dessau</a> übernommen, die im Anschluss an die 1894 erfolgte Eröffnung der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Dessau" title="Straßenbahn Dessau">Dessauer Gasbahn</a> gegründet wurde. Die erste längere Gasbahn ging 1897 zwischen <a href="Jelenia_G%C3%B3ra" title="Jelenia Góra">Hirschberg</a> und <a href="Cieplice_%C5%9Al%C4%85skie-Zdr%C3%B3j" title="Cieplice Śląskie-Zdrój">Warmbrunn</a> mit einer Länge von 15,2 Kilometern in Betrieb, die <a href="Hirschberger_Talbahn" title="Hirschberger Talbahn">Hirschberger Talbahn</a>. Hohe Betriebskosten und häufige Reparaturen der Gasmotoren führten zum wirtschaftlichen Misserfolg, sodass 1899 die Spurweite von Normal- auf Meterspur umgestellt und 1900 der elektrischen Betrieb eingeführt wurde. Die einzige nennenswerte Gasmotorenbahn in Deutschland befand sich in Dessau. Die Wagen benötigten durchschnittlich einen halben Kubikmeter Gas pro Wagenkilometer. In der Komprimierstation wurde das Gas auf acht bis zwölf Atmosphären komprimiert. Mit einer Gasfüllung wurden zwölf bis sechzehn Kilometer und mehr bewältigt. Der Tankvorgang dauerte etwa zwei bis drei Minuten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Benzinmotor">Benzinmotor</h5></div>
<p><a href="Gottlieb_Daimler" title="Gottlieb Daimler">Gottlieb Daimler</a> betrieb zur Demonstration und Weiterentwicklung des von ihm für den Fahrzeugeinsatz weiterentwickelten Viertakt-<a href="Ottomotor" title="Ottomotor">Ottomotors</a> von 1887 bis 1899 eine Benzinmotor-Straßenbahn mit 450 Millimetern Spurweite, die von seiner Werkstatt unweit des Kursaals in <a href="Bad_Cannstatt" title="Bad Cannstatt">Cannstatt bei Stuttgart</a> durch die Königstraße (→ König-Karl-Straße) zum Wilhelmsplatz (Strecke der Stadtbahnlinie U2) führte. Gleise und Betriebsanlagen ließ Daimler auf eigene Kosten errichten. Zum Einsatz kamen kleine, zweiachsige, offene Verbrennungstriebwagen mit <i>Dos-à-dos</i>-Längssitzbänken. Für die etwa 700 Meter lange Strecke benötigten die Wagen etwa zwei Minuten. Die Bahn galt als Attraktion und erfreute sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit, auch die Antriebstechnik bewährte sich, sodass von den damaligen Pferdebahngesellschaften <i>Stuttgarter Pferde-Eisenbahnen</i> (SPE) und <i>Neue Stuttgarter Straßenbahnen Lipken &amp; Co.</i> (NSS) bald Anfragen für einen Einsatz der Verbrennungsmotortechnik in ihren Fahrzeugen vorlagen.
</p><p>Es wurden drei Versuchsfahrzeuge gebaut und auf den Stuttgarter Pferdebahnnetzen zu teilweise öffentlichen Probefahrten eingesetzt. Die Versuche blieben aus verschiedenen Gründen erfolglos. Ab 1895 setzte sich endgültig die elektrische Traktion in Stuttgart durch. Dennoch konnte Daimler aufgrund der guten Erfahrungen mit der Cannstatter Versuchsstrecke mehrere Aufträge zur Einrichtung von Touristenbahnen erhalten. Als 1899 die meterspurige elektrische Cannstatter Straßenbahn durch die Königstraße gebaut wurde, verlor die Daimler-Bahn an Bedeutung und wurde eingestellt. Erhalten blieben Teile der Fahrzeugremise als Unterstehhütte im unteren Kurpark und ein 1894 erbauter Motorwagen, der im <a href="Mercedes-Benz_Welt" title="Mercedes-Benz Welt">Mercedes-Benz-Museum</a> in Bad Cannstatt ausgestellt ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Dieselmotor">Dieselmotor</h5></div>

<p>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Nordhausen" title="Straßenbahn Nordhausen">Nordhäuser Straßenbahn</a> setzt seit 2004 <a href="Zweikrafttriebfahrzeug" title="Zweikrafttriebfahrzeug">Zweikrafttriebwagen</a> auf der Linie 10 ein, die innerstädtisch auf den Gleisen der Straßenbahn im Fahrleitungsbetrieb verkehren und auf dem Netz der <a href="Harzer_Schmalspurbahnen" title="Harzer Schmalspurbahnen">Harzer Schmalspurbahnen</a> von einem <a href="Dieselgenerator" class="mw-redirect" title="Dieselgenerator">Dieselgenerator</a> versorgt werden. Die Strecke führt quer durch die Nordhäuser Innenstadt und weiter zum Nachbarort <a href="Ilfeld" title="Ilfeld">Ilfeld</a>. Ähnliche, allerdings regelspurige, Zweikrafttriebwagen werden bei der <a href="RegioTram_Kassel" title="RegioTram Kassel">RegioTram Kassel</a> und der <a href="Chemnitzbahn" class="mw-redirect" title="Chemnitzbahn">Chemnitzbahn</a> eingesetzt. Die meterspurige Straßenbahn von Rotterdam nach Hellevoetsluis wurde mit <a href="Diesellokomotive" title="Diesellokomotive">Diesellokomotiven</a> betrieben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Elektrizität"><span id="Elektrizit.C3.A4t"></span>Elektrizität</h4></div>


<p>Zur Energieversorgung wird fast immer <a href="Gleichstrom" title="Gleichstrom">Gleichstrom</a> mit einer Spannung zwischen 500 und 750 <a href="Volt" title="Volt">Volt</a> verwendet. Der Wert der gewählten Spannung variiert zwischen den Unternehmen. Es gab vormals an manchen Orten Straßenbahnen, die mit <a href="Dreiphasenwechselstrom" title="Dreiphasenwechselstrom">Drehstrom</a> versorgt wurden. Wegen der aufwändigen zweipoligen <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitung</a> wurde es nur selten angewendet und blieb nicht dauerhaft im Einsatz. Die Antriebsmotoren sind allerdings bei vielen modernen Wagensystemen <a href="Drehstrommaschine" title="Drehstrommaschine">Drehstrommaschinen</a>, von der Bauart zumeist <a href="Drehstrom-Asynchronmaschine" title="Drehstrom-Asynchronmaschine">Drehstrom-Asynchronmotoren</a>. Dafür wird mit <a href="Wechselrichter" title="Wechselrichter">Wechselrichtern</a> aus dem Gleichstrom ein Dreiphasen-Wechselstrom erzeugt, mit dem die Motoren betrieben werden. Über Änderung der Frequenz wird die Drehzahl der Motoren und damit die Fahrgeschwindigkeit geregelt. Daneben verfügen zahlreiche Triebwagen über Gleichstromreihenschlussmotoren, die mit einem Gleichstromsteller auf Thyristorbasis in der Drehzahl gesteuert werden. Bei Fahrzeugen, die etwa bis 1965 entwickelt wurden, werden die Fahrmotoren über Vorwiderstände gesteuert, wobei die zu Anfang verwendeten Schleifring- erst durch Nocken<a href="Fahrschalter" title="Fahrschalter">fahrschalter</a> und zuletzt durch <a href="Sch%C3%BCtzensteuerung" title="Schützensteuerung">Schützensteuerungen</a> ersetzt wurden. Oft sind bei diesen Fahrzeugen zwei Widerstandssätze vorhanden, einer auf dem Dach und einer unter den Sitzen, der im Winter die Funktion der Fahrzeugheizung übernimmt. Der Wunsch nach höheren Fahrgeschwindigkeiten führte nach Versuchen mit Verbundschaltungen, durch die gekuppelte Triebwagen wie ein einzelner geschaltet wurden, zur Anwendung von Vielfachsteuerungen auch im Straßenbahnbetrieb.
</p><p>Nach dem <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> wurden die Fahrmotoren auch zum <a href="Elektrodynamische_Bremse" title="Elektrodynamische Bremse">Bremsen</a> genutzt, indem sie als <a href="Elektrischer_Generator" title="Elektrischer Generator">Generatoren</a> geschaltet und der dadurch induzierte Strom in <a href="Widerstandsbremse" title="Widerstandsbremse">Widerständen</a> in Wärme umgewandelt wurde. Dafür wurden in der Regel die Anfahrwiderstände einschließlich der Wagenheizkörper mitbenutzt. Die Beiwagen erhielten <a href="Solenoidbremse" title="Solenoidbremse">Solenoide</a>, die die mechanische Bremse betätigten, dadurch wurde auf einfache Weise eine allerdings nicht selbsttätig wirkende Zugbremse realisiert. Mit der Einführung von rückspeisefähigen Gleichrichter<a href="Unterwerk" title="Unterwerk">unterwerken</a> ab den 1980er Jahren konnte auch in Straßenbahnnetzen zur <a href="Nutzbremse" title="Nutzbremse">Nutzbremse</a> übergegangen werden.
</p><p>Vor der Einführung der Widerstandsbremse wurde die <a href="Gegenstrombremsung" title="Gegenstrombremsung">Gegenstrombremsung</a> genutzt, jedoch war das in der Regel nur als Notbremsmöglichkeit im Gefahrenfall zulässig.
</p><p>In Linz um 1980/1990 wurden daneben auch Magnete mit Polschuhen, die knapp über den Fahrschultern der Schienen schwebten, zum starken Bremsen eingesetzt. Werden die Elektromagnete mit Spannung versorgt, beginnt ein Stromfluss, der ab einer gewissen Stärke ausreicht, die je Seite etwa 8 Paar Magnetschuhe gegen die Kraft einer gefederten Aufhängung an die eiserne Schiene hinunterzuziehen. Auch nur kurzes Aktivieren dieser Schienenbremse verursachte das Geräusch der aufprallenden Magnetschuhe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Oberleitung">Oberleitung</h5></div>


<p>Elektrizität wird meistens mittels <a href="Stromabnehmer" title="Stromabnehmer">Stromabnehmer</a> durch <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitungen</a> zugeführt. Gebräuchlich waren und sind Rollenstromabnehmer und solche mit Schleifstück(en). Die Oberleitungen können an freistehenden <a href="Oberleitungsmast" title="Oberleitungsmast">Oberleitungsmasten</a> oder mittels <a href="Oberleitungsrosette" title="Oberleitungsrosette">Oberleitungsrosetten</a> an benachbarten Gebäuden aufgehängt sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Stromschiene">Stromschiene</h5></div>

<p>Aus ästhetischen Gründen (Verzicht auf die Oberleitung) wurde gelegentlich auch eine Stromabnahme aus unterirdischen Stromschienen zwischen den beiden Fahrschienen eingebaut, so auf der <a href="Wiener_Ringstra%C3%9Fe" title="Wiener Ringstraße">Wiener Ringstraße</a> zwischen 1898 und 1915.
</p><p>Auch in Paris wurden ab 1896 verschiedene Linien und Teilstrecken mit unterirdischer Stromversorgung ausgerüstet. Es wurde das vom Italiener Alfredo Diatto aus <a href="Turin" title="Turin">Turin</a> entwickelte System benutzte, bei dem in <a href="Quecksilber" title="Quecksilber">Quecksilber</a> schwimmende Kontaktstifte vom darüber fahrenden Straßenbahnwagen durch einen <a href="Elektromagnet" title="Elektromagnet">Elektromagneten</a> angehoben werden und so die Stromzuführung zu unter dem Fahrzeug liegenden Schleifkontakten durchschalten.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Frankreich waren um 1900 ungefähr 20 000 Kontaktstifte installiert. Das schwerfällige System verschwand um 1905. Andere Pariser Straßenbahnbetreiber benutzten unterirdische Stromschienen.
</p><p>Julius Weil beschrieb 1899 sieben unterschiedliche Systeme von unterirdischer Stromzuführung, überwiegend von deutschen Firmen entwickelt (Siemens &amp; Halske, Union Elektrizitätsgesellschaft, Hörder Bergwerks- und Hüttenverein, Eduard Lachmann, La Burt, Schuckert und Rast). Weitere Systeme wurden von ihm ohne Beschreibung aufgeführt.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit der Jahrtausendwende werden wieder Teilstrecken mit einer mittig zwischen den Fahrschienen liegenden Stromschiene gebaut. Diese ist dabei in einzelne Segmente unterteilt, die zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer nur dann unter Spannung stehen, wenn sie sich unter einem darüberfahrenden Straßenbahnzug befinden. Es gibt dabei zwei verschiedene Systeme:
</p>
<ol><li>Das von <a href="ALSTOM" class="mw-redirect" title="ALSTOM">ALSTOM</a> entwickelte System <a href="Alimentation_Par_Sol" class="mw-redirect" title="Alimentation Par Sol">Alimentation Par Sol</a> (APS) kam zunächst ab 2003 bei der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bordeaux" title="Straßenbahn Bordeaux">Straßenbahn Bordeaux</a> zum Einsatz. Weitere – überwiegend französische – Städte folgten nach. 2013 waren insgesamt 43 Kilometer APS-Strecken in Betrieb. In Rio de Janeiro ist eine Straßenbahnstrecke in Bau, die auf insgesamt 28 Kilometern mit APS-Stromschienen ausgerüstet sein wird.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Auch das italienische Unternehmen <a href="Ansaldo_STS" class="mw-redirect" title="Ansaldo STS">Ansaldo STS</a> hat ein ähnliches Produkt entwickelt. Es trägt dort den Namen <a href="Stromschiene#TramWave" title="Stromschiene">TramWave</a>. Im November 2014 begannen Versuchsfahrten auf einem 1,7 km langen Abschnitt der im Bau befindlichen Linie 1 der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Zhuhai" title="Straßenbahn Zhuhai">Straßenbahn Zhuhai</a>.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ol>
<p>Heute gebräuchlich sind ebenfalls Deckenstromschienen, beispielsweise auf Tunnelstrecken und in Fahrzeughallen von Betriebshöfen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Akkumulatoren_und_Kondensatoren">Akkumulatoren und Kondensatoren</h5></div>
<p>In der Anfangszeit wurden auch <a href="Akkumulatortriebwagen" title="Akkumulatortriebwagen">Akkumulatortriebwagen</a> eingesetzt, so etwa in Paris ab 1892 im Linienbetrieb.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Nachteilig war bei den seinerzeit verfügbaren Bleiakkumulatoren die hohe Masse, die nur geringe Fahrleistungen zuließ und die Festigkeit des <a href="Oberbau_(Eisenbahn)" title="Oberbau (Eisenbahn)">Oberbaues</a> beeinträchtigte, daneben auch ihre geringe mechanische Robustheit und die beim Laden auftretenden Säuredämpfe.
</p><p>Im 21. Jahrhundert werden nun erneut Akkumulatoren (wiederaufladbare <a href="Batterie_(Elektrotechnik)" title="Batterie (Elektrotechnik)">Batterien</a>) mit verbesserter Technik eingebaut, mit deren Hilfe fahrleitungsfreie Streckenabschnitte befahren werden können.
</p>
<ul><li>Bei der 2007 eröffneten <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Nizza" title="Straßenbahn Nizza">Straßenbahn Nizza</a> z. B. wurde auf der Place Masséna und der Place Garibaldi auf Strecken von 435 m bzw. 485 m Länge auf die Oberleitung verzichtet, um das historische Stadtbild nicht zu beeinträchtigen. Die Triebwagen überbrücken diese Streckenabschnitte mit Hilfe von Batterien.</li>
<li>Im Jahr 2015 lieferte der tschechische Hersteller <a href="%C5%A0koda_Vagonka" title="Škoda Vagonka">Škoda</a> zwölf Straßenbahngarnituren an die Straßenbahn der <a href="T%C3%BCrkei" title="Türkei">türkischen</a> Stadt <a href="Konya" title="Konya">Konya</a>. Sie sind mit Batterien ausgerüstet, womit eine drei Kilometer lange oberleitungslose Strecke überbrückt werden könnte.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Diese Antriebstechnik wurde im Rahmen der <a href="Superkondensator" title="Superkondensator">Superkapazitoren</a> weiterentwickelt. Sie waren ursprünglich nur zur Energierückgewinnung gedacht und wurden 2003 in Mannheim erstmals im laufenden Betrieb verwendet. In den Folgejahren wurde diese Technik so erfolgreich ausgebaut, dass seit ca. 2015 ganze Straßenbahnsysteme damit geplant und betrieben werden, wie z.&nbsp;B. im chinesischen <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Shenzhen" title="Straßenbahn Shenzhen">Shenzhen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Drahtlose_Stromzuführung"><span id="Drahtlose_Stromzuf.C3.BChrung"></span>Drahtlose Stromzuführung</h5></div>
<p>Ein in Erprobung befindliches Energieversorgungssystem stellt das von <a href="Bombardier_Transportation" title="Bombardier Transportation">Bombardier Transportation</a> vorgestellte <a href="Primove" class="mw-redirect" title="Primove">Primove</a> dar. Dieses basiert auf <a href="Drahtlose_Energie%C3%BCbertragung#Induktive_Kopplung" title="Drahtlose Energieübertragung">induktiver Energieübertragung</a> anstelle von Fahrleitungen, zusätzlich sind die Fahrzeuge mit <a href="Akkumulator" title="Akkumulator">Akkumulatoren</a> für den Antrieb ausgestattet. Von September bis Dezember 2010 fand ein Testbetrieb mit einem umgerüsteten Straßenbahnwagen der <a href="Rhein-Neckar-Verkehr" title="Rhein-Neckar-Verkehr">Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe</a> auf einer 800 Meter langen Teststrecke am <a href="Messe_Augsburg" title="Messe Augsburg">Augsburger Messegelände</a> statt. Vorteile der drahtlosen Energieübertragung sind die geringere visuelle Beeinträchtigung, da es keine Fahrleitungsanlagen mehr gibt. Nachteile sind in den hohen Kosten und der im Vergleich zu Oberleitung schlechtere <a href="Wirkungsgrad" title="Wirkungsgrad">Wirkungsgrad</a> der drahtlosen Energieübertragung zum Fahrzeug.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Brennstoffzellen">Brennstoffzellen</h5></div>
<p>Die zur <a href="CRRC%2C_Ltd." class="mw-redirect" title="CRRC, Ltd.">CRRC Corporation Limited</a> gehörende Sifang Company aus der ostchinesischen Küstenstadt <a href="Qingdao" title="Qingdao">Qingdao</a> hat ein Straßenbahnfahrzeug entwickelt, das durch <a href="Brennstoffzelle" title="Brennstoffzelle">Brennstoffzellen</a> mit Energie versorgt wird. Die Brennstoffzelle wird mit Wasserstoff betrieben, der in Drucktanks gespeichert ist. Das Betanken dauert nur drei Minuten. Mit einer Füllung kann bei einer Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h eine Entfernung von bis zu 100 Kilometern zurückgelegt werden. Die ersten acht Modelle kommen laut Meldungen von 2017 in <a href="Foshan" title="Foshan">Foshan</a> zum Einsatz.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der französische Hersteller <a href="Alstom" title="Alstom">Alstom</a> hat einen Brennstoffzellen-Triebwagen entwickelt, der 2018 zum ersten Mal im öffentlichen Linienbetrieb zum Einsatz kam.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sonstige_Antriebsarten">Sonstige Antriebsarten</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Dampf-_und_Luftdruck">Dampf- und Luftdruck</h5></div>

<p>Im Jahr 1870 konstruierte <a href="Louis_M%C3%A9karski" title="Louis Mékarski">Louis Mékarski</a> einen Druckluftantrieb für Straßenbahnen. 1876 erhielt Mékarski die Konzession zum Betrieb einer Straßenbahn in <a href="Nantes" title="Nantes">Nantes</a>, die 1879 ihren Betrieb aufnahm.
</p><p>Das Hauptbetätigungsfeld Mékarskis wurden die <a href="Geschichte_der_Stra%C3%9Fenbahn_in_der_%C3%8Ele-de-France#Druckluftantrieb_(1887–1914)" title="Geschichte der Straßenbahn in der Île-de-France">Pariser Straßenbahnen</a>: 1894 wurden dort die ersten Mékarski-Wagen eingesetzt. Bis 1903 wurden insgesamt zehn Linien auf Druckluftbetrieb umgestellt. Die letzten Fahrzeuge des Typs Mékarski wurden im August 1914 durch elektrische Triebwagen ersetzt. In einigen anderen kleineren Städten Frankreichs kamen derartige Fahrzeuge jedoch zum Einsatz.
</p><p>An einigen Orten wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts <a href="Dampfstra%C3%9Fenbahn" title="Dampfstraßenbahn">Dampfstraßenbahnen</a> errichtet, etwa wenn sich der Bau einer <i>vollwertigen</i> Eisenbahn nicht lohnte. Diese wurden meist mit speziellen Kleinlokomotiven und Leichtbau-Personenwagen betrieben, und die Schienen waren überwiegend im Straßenplanum verlegt. Bekannte Beispiele sind die <a href="Dampfstra%C3%9Fenbahn_Neu%C3%B6tting%E2%80%93Alt%C3%B6tting" title="Dampfstraßenbahn Neuötting–Altötting">Dampfstraßenbahn Neuötting–Altötting</a> und die <a href="Filderbahn-Gesellschaft" title="Filderbahn-Gesellschaft">Filderbahnstrecke</a> von <a href="Degerloch" title="Degerloch">Degerloch</a> nach <a href="Hohenheim_(Stuttgart)" title="Hohenheim (Stuttgart)">Hohenheim</a>. Die letztere wurde von 1888 bis zu ihrer Elektrifizierung 1902 mit Dampf betrieben. Daneben ist die Straßenbahn der <a href="Kreisbahn_Siegen-Wittgenstein#Geschichte_der_Siegener_Kreisbahn_GmbH" title="Kreisbahn Siegen-Wittgenstein">Siegener Kreisbahnen</a> zu nennen, die inzwischen nicht mehr existiert. Am ehesten vermittelt noch die (allerdings als Eisenbahn konzessionierte) <a href="Chiemsee-Bahn" title="Chiemsee-Bahn">Chiemsee-Bahn</a> von <a href="Prien_am_Chiemsee" title="Prien am Chiemsee">Prien</a> nach Stock einen Eindruck von den damaligen Dampfstraßenbahnen.
</p><p>In <a href="Bern" title="Bern">Bern</a> ist ein betriebsfähiges Dampftram erhalten und wird von <i>Bernmobil historique</i> als Attraktion betrieben.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von 1890 bis 1902 verkehrten zehn druckluftbetriebene Straßenbahntriebwagen auf einer Linie durch die historische Altstadt von Bern. Ende der Nullerjahre war zum 120-Jahr-Jubiläum auch ein Nachbau eines Drucklufttrams geplant, die Umsetzung scheiterte aber an den Auflagen für die Zulassung zum Personentransport.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine ungewöhnliche Bauform waren feuerlose <a href="Natronlokomotive" title="Natronlokomotive">Natronlokomotiven</a> als Sonderform der <a href="Dampfspeicherlokomotive" title="Dampfspeicherlokomotive">Dampfspeicherlokomotive</a>, die Mitte der 1880er Jahre versuchsweise bei der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Aachen" title="Straßenbahn Aachen">Straßenbahn Aachen</a> sowie in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Leipzig" title="Straßenbahn Leipzig">Leipzig</a> und <a href="Berlin-Charlottenburg" title="Berlin-Charlottenburg">Charlottenburg</a> eingesetzt wurden und den Dampf mittels erhitzter Natronlauge erzeugten. Diese Bauform entlastete durch das Fehlen einer Feuerung den Fahrer und war zudem im Betrieb völlig rauchlos. Sie konnte sich jedoch nicht durchsetzen, da die Korrosion infolge der verwendeten Natronlauge eine regelmäßige und teure Erneuerung der Kesselanlage erforderte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Zugseil">Zugseil</h5></div>

<p>Straßenbahnen mit <a href="Zugseil" title="Zugseil">Zugseil</a> werden als <a href="Kabelstra%C3%9Fenbahn" title="Kabelstraßenbahn">Kabelstraßenbahnen</a> bezeichnet. Weltweit sind nur noch wenige in Betrieb. Die bekanntesten sind die <a href="San_Francisco_Cable_Cars" title="San Francisco Cable Cars">Cable Cars</a> in <a href="San_Francisco" title="San Francisco">San Francisco</a>, welche seit 1873 unterwegs sind. In Paris betrieb die <a href="Geschichte_der_Stra%C3%9Fenbahn_in_der_%C3%8Ele-de-France#FB_–_Compagnie_du_Tramway_Funiculaire_de_Belleville" title="Geschichte der Straßenbahn in der Île-de-France">Compagnie du Tramway Funiculaire de Belleville</a> von 1891 bis 1924 eine Kabelstraßenbahn mit Steilstrecke im Stadtteil Belleville (→ <a href="Kabelstra%C3%9Fenbahn_Belleville" title="Kabelstraßenbahn Belleville">Kabelstraßenbahn Belleville</a>). In <a href="Lissabon" title="Lissabon">Lissabon</a> verkehren <a href="Standseilbahnen_in_Lissabon" title="Standseilbahnen in Lissabon">drei Standseilbahnen</a> im Straßenraum, zwei davon mit klassischer Straßenbahntechnik und Antrieb über die Radsätze der Wagen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Zahnradantrieb">Zahnradantrieb</h5></div>
<p>Anders als andere Zahnradbahnen verkehrt die <a href="Zahnradbahn_Stuttgart" title="Zahnradbahn Stuttgart">Zahnradbahn Stuttgart</a> als normales städtisches Verkehrsmittel vorwiegend im Straßenraum (teils straßenbündig, teils auf besonderem Gleiskörper) und im 15-Minuten-Takt nach der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung. Vergleichbar damit war nur die von 1894 bis 1959 verkehrende <a href="Barmer_Bergbahn" title="Barmer Bergbahn">Barmer Bergbahn</a> in Wuppertal, die ebenfalls straßenbündige Abschnitte hatte.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sicherheits-_und_Meldeausstattung">Sicherheits- und Meldeausstattung</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Bremsen">Bremsen</h4></div>
<p>Einheitliche Vorschriften hinsichtlich auf Straßenbahnfahrzeugen vorhandener Bremssysteme wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts erlassen. Bis dahin war es gewöhnlich der jeweiligen Konzession vorbehalten, dieses zu regeln. Heute sind mindestens zwei voneinander unabhängige Bremssysteme vorgeschrieben, von denen mindestens eines auch nach Ausfall der Fahrleitungsspannung funktionieren muss. Unterschieden werden dabei
</p>
<ul><li>Betriebsbremsen (im gewöhnlichen Fahrbetrieb verwendet)</li>
<li>Notbremsen (u. a. Klotz- und Abreißbremsen)</li>
<li>Feststellbremsen (Bremse zum bzw. beim Abstellen eines Fahrzeuges).</li></ul>
<p>Als Betriebsbremse ist die <a href="Elektrodynamische_Bremse" title="Elektrodynamische Bremse">elektrodynamische Bremse</a> üblich und in Deutschland von der <a href="Stra%C3%9Fenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung">Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung</a> (BOStrab) vorgeschrieben. Hier bewirken die <a href="Fahrmotor" title="Fahrmotor">Fahrmotoren</a> selbst die <a href="Bremsverz%C3%B6gerung" title="Bremsverzögerung">Bremsverzögerung</a>, indem sie als Generator geschaltet werden. Bei der älteren Form, der <a href="Widerstandsbremse" title="Widerstandsbremse">Widerstandsbremse</a>, wird die <a href="Kinetische_Energie" title="Kinetische Energie">kinetische Energie</a> in einem <a href="Bremswiderstand" title="Bremswiderstand">Bremswiderstand</a> in Wärme umgewandelt, bei moderneren Nutzbremsen wird die dadurch gewonnene elektrische Energie in die Fahrleitung rückgespeist. Daneben sind mechanische Bremsen erforderlich, bei denen die Bremskraft entweder in Form von Überdruck als <a href="Druckluftbremse_(Eisenbahn)" title="Druckluftbremse (Eisenbahn)">Druckluftbremse</a> oder von Federkraft als <a href="Federspeicherbremse" title="Federspeicherbremse">Federspeicherbremse</a> erzeugt wird. Die mechanischen Bremsen wirken in der Regel auf die Radsätze, sei es als <a href="Trommelbremse" title="Trommelbremse">Trommel-</a>, <a href="Scheibenbremse" title="Scheibenbremse">Scheiben-</a> oder <a href="Klotzbremse" title="Klotzbremse">Klotzbremse</a>. Sie ermöglichen damit das Zielbremsen bis zum Stand, wenn die dynamische Bremse bei geringer Geschwindigkeit nicht mehr ausreichend wirkt. Jeder Wagen eines Zuges hat zudem mindestens eine Bremse, die vom Fahrer ausgelöst werden kann. Außer bei musealen Fahrzeugen sind auch <a href="Notbremse" title="Notbremse">Notbremsen</a> vorgeschrieben. Überdies ist in Deutschland nach der BOStrab eine <a href="Magnetschienenbremse" title="Magnetschienenbremse">Magnetschienenbremse</a> als vom Reibwert zwischen Rad und Schiene unabhängiger Bremse vorgeschrieben. Bei dieser wird die Bremskraft erzeugt, indem ein Schleifschuh durch einen <a href="Elektromagnet" title="Elektromagnet">Elektromagneten</a> auf die Schienenfahrfläche gezogen wird.
</p><p>Abreißbremsen wurden früh beim Beiwagenbetrieb in Netzen mit starken Neigungen eingeführt. Vorgeschrieben wurden sie bei der Einführung des schaffnerlosen Betriebes mit Beiwagenzügen.
</p><p>Kommt es dennoch zu einer Kollision mit Lebewesen oder Gegenständen, verhindert teilweise ein <a href="Fangkorb_(Stra%C3%9Fenbahn)" title="Fangkorb (Straßenbahn)">Fangkorb</a> ein Überfahren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Akustische_Signale">Akustische Signale</h4></div>
<p>Bei Straßenbahnentriebwagen gibt es bis heute vielerorts eine Signalglocke (<a href="L%C3%A4utewerk_(Eisenbahn)" title="Läutewerk (Eisenbahn)">Läutewerk</a>) als primäres akustisches Warnsignal. In deutschsprachigen Ländern ist die Straßenbahnklingel so bekannt, dass sie in Wien („die Bim“), in Leipzig („de Bimmel“) und in Dresden („de Glocke“) gar zum Spitznamen der Straßenbahn wurde. Über lange Zeit gab es eigentlich zwei Klingeln: Die <i>Warnglocke</i> entspricht der <a href="Hupe" title="Hupe">Hupe</a> schienenunabhängiger Motorfahrzeuge. Darüber hinaus hatte lange Zeit jeder Straßenbahnwagen, also auch die Beiwagen, an beiden Enden je eine <i>Signalglocke</i>, die vom <a href="Schaffner_(Beruf)" title="Schaffner (Beruf)">Schaffner</a> mittels einer über Kopfhöhe längs durch den Wagen geführten <a href="Klingelleine" title="Klingelleine">Klingelleine</a> betätigt werden konnte. Dies ermöglichte es dem Zugpersonal, im laufenden Betrieb und vor allem bei der Abfertigung zur Abfahrt zu kommunizieren. Mit der Verbesserung elektrischer Kommunikationsmittel wurden die Signalglocken teils ersetzt. In den in Mittel- und Osteuropa hergestellten Straßenbahnwagen kam bei der Einführung des schaffnerlosen Betriebes eine akustische Abfahrsignalisierung als Ersatz für die bisherigen Abfertigungsglocken auf. Die <i>OS-Anlage</i> diente mit in den Fahrgasträumen angebrachten Tasten gleichzeitig als Not- und Rangiersignal. Die Abfahrsignalanlage wurde danach in die zentrale Türschließung einbezogen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonderbauarten">Sonderbauarten</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Aussichtswagen">Aussichtswagen</h4></div>
<p>Viele Straßenbahnbetriebe unterhielten spezielle Aussichtstriebwagen für touristische Fahrten auf ihren Netzen. Diese waren häufig mit größeren Fenstern oder gediegeneren Innenausstattungen versehen. Teilweise – wie in Prag oder Montreal – gab es auch Fahrzeuge ohne Seitenwände bzw. ohne Dach.
</p><div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Güterstraßenbahnen"><span id="G.C3.BCterstra.C3.9Fenbahnen"></span>Güterstraßenbahnen</h4></div>
<p>In vielen Städten wurden spezielle Straßenbahnen für den Güterverkehr herangezogen. Besonders bekannt war die CargoTram für ein Volkswagenwerk im Dresdner Stadtgebiet.
</p><div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Fahrzeuge_für_innerbetriebliche_Zwecke"><span id="Fahrzeuge_f.C3.BCr_innerbetriebliche_Zwecke"></span>Fahrzeuge für innerbetriebliche Zwecke</h4></div>
<p>Fast alle Straßenbahnbetrieb besitzen oder besaßen derartige Fahrzeuge. Oft handelt es sich um Fahrzeuge des normalen Verkehrs, die aufgrund Überalterung nicht mehr im Fahrgastbetrieb genützt werden sollen. In vielen Fällen gab es aber auch Sonderbauarten, etwa für Zweck des Gleisbaues, die Wartung der Fahrleitung oder das Sprengen von Gleisen und Fahrbahnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Beginn_der_Entwicklung_im_19._Jahrhundert">Der Beginn der Entwicklung im 19. Jahrhundert</h3></div>



<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Geschichte_des_elektrischen_Antriebs_von_Schienenfahrzeugen" title="Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen">Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen</a></i></div>
<p>Die Entwicklung der Straßenbahnen begann mit der Einführung der <a href="Pferdebahn" title="Pferdebahn">Pferdebahnen</a>. Die erste wurde am 26. November 1832 in <a href="New_York_City" title="New York City">New York</a> eröffnet, kurz nachdem die <a href="Pferdeeisenbahn_Budweis%E2%80%93Linz%E2%80%93Gmunden" title="Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden">Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden</a> am 1. August 1832 als zweite europäische Festlandeisenbahn eröffnet worden war. Später sind die Pferdebahnen auf einzelnen Linien durch <a href="Dampfstra%C3%9Fenbahn" title="Dampfstraßenbahn">Dampfstraßenbahn</a>-Fahrzeuge ersetzt worden. Die erste Straßenbahn in Europa war die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Montbrison%E2%80%93Montrond" title="Straßenbahn Montbrison–Montrond">Überlandstraßenbahn Montbrison–Montrond</a>, sie nahm ihren Betrieb trotz Konzession für Dampftraktion 1839 mit Pferdekraft auf; 1848 musste sie ihn wieder einstellen. Wesentlich kürzer und noch kurzlebiger war die erste Wiener Pferde-Tramway, die 1840 bis 1842 in der Nähe des Augartens betrieben wurde. Die erste pferdebetriebene Tramstrecke der Schweiz wurde 1862 in <a href="Genf" title="Genf">Genf</a> in Betrieb genommen. Die erste deutsche Pferdebahn wurde 1865 zwischen Berlin und <a href="Berlin-Charlottenburg" title="Berlin-Charlottenburg">Charlottenburg</a> durch die <a href="Berliner_Pferde-Eisenbahn" class="mw-redirect" title="Berliner Pferde-Eisenbahn">Berliner Pferde-Eisenbahn</a> eröffnet, die erste deutsche Dampfstraßenbahn fuhr ab 1877 in <a href="Kassel" title="Kassel">Cassel</a>. Es wurde auch mit weiteren Antriebsarten (beispielsweise <a href="Pressluftlokomotive" title="Pressluftlokomotive">Druckluft</a> oder <a href="Natronlokomotive" title="Natronlokomotive">Natron</a>) experimentiert; schon bald überzeugte der elektrische Antrieb durch seine Leistungsfähigkeit. Knapp nach 1870 fuhren Straßenbahnen in Großstädten der USA mit <a href="Ammoniak" title="Ammoniak">Ammoniak</a>.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab dem 3. September 1880 führte der ukrainische Artillerieoffizier <a href="Fjodor_Pirozki" class="mw-redirect" title="Fjodor Pirozki">Fjodor Pirozki</a> auf einer kurzen Vorortstrecke des <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Sankt_Petersburg" title="Straßenbahn Sankt Petersburg">Petersburger Straßenbahnnetzes</a> einen mehrwöchigen Versuchsbetrieb mit einem umgebauten Pferdebahnwagen durch. Es wurde auch international darüber berichtet, aber er betrieb das nur als Hobby und verfolgte es später nicht weiter.
</p><p>Am 16. Mai 1881 nahm in Lichterfelde bei Berlin die <a href="Elektrische_Stra%C3%9Fenbahn_Lichterfelde%E2%80%93Kadettenanstalt" class="mw-redirect" title="Elektrische Straßenbahn Lichterfelde–Kadettenanstalt">Elektrische Straßenbahn Lichterfelde–Kadettenanstalt</a> den Probebetrieb auf. Die von <a href="Werner_von_Siemens" title="Werner von Siemens">Werner von Siemens</a> gebauten Wagen hatten eine Länge von 4,3 m und fuhren auf einer 2,5 km langen Strecke mit einer Geschwindigkeit von maximal 20 km/h.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Stromaufnahme des 3,7 <a href="Watt_(Einheit)" title="Watt (Einheit)">kW</a> (5 <a href="Pferdest%C3%A4rke" title="Pferdestärke">PS</a>) starken Motors erfolgte über beide Schienen. Ab 1883 verkehrte sie im regulären Betrieb zwischen der <a href="Preu%C3%9Fische_Hauptkadettenanstalt" title="Preußische Hauptkadettenanstalt">Preußischen Hauptkadettenanstalt</a> in Lichterfelde West und dem <a href="Bahnhof_Berlin-Lichterfelde_Ost" title="Bahnhof Berlin-Lichterfelde Ost">Bahnhof Lichterfelde</a>. Im strengen Sinne war es keine Straßenbahn, denn das Streckengleis befand sich auf einer eigenen Trasse neben den Fahrwegen oder im freien Gelände. Das Betreten des Bahnkörpers war wegen der Lage beider Pole der Energiezufuhr am Boden von Anfang an untersagt. Einen guten Überblick auf den Beginn des Straßenbahnzeitalters gab 1899 Julius Weil.
</p><p>Gleiches gilt für <a href="Volk%E2%80%99s_Electric_Railway" title="Volk’s Electric Railway">Volk’s Electric Railway</a> in <a href="Brighton" title="Brighton">Brighton</a>. Am 4. August 1883 in Betrieb genommen, gilt sie als erste elektrische Straßenbahn in <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Großbritannien</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="1881:_Die_erste_elektrische_Straßenbahn_mit_Oberleitung"><span id="1881:_Die_erste_elektrische_Stra.C3.9Fenbahn_mit_Oberleitung"></span>1881: Die erste elektrische Straßenbahn mit Oberleitung</h4></div>

<p>Im Jahr 1881 fand in Paris die <a href="Internationale_Elektrizit%C3%A4tsausstellung_1881" title="Internationale Elektrizitätsausstellung 1881"><i>Exposition d’électricité</i></a> statt. Aus diesem Anlass baute <i>Siemens &amp; Halske</i> eine etwa 500 Meter lange, von der Place de la Concorde zum Palais de l’Industrie führende Strecke. Letzteres befand sich an Stelle der Grand Palais. Das Doppelstockfahrzeug mit offenem Deck konnte 50 Personen befördern. Die Stromzufuhr erfolgte über <a href="Oberleitung#Schlitzrohrfahrleitung" title="Oberleitung">Schlitzrohrfahrleitungen</a>. In Paris handelte es sich um zwei Messingröhren von 22 Millimeter Durchmesser, die auf der Unterseite einen sechs Millimeter breiten Schlitz aufwiesen. Im Innern der Röhren befand sich je ein metallener beweglicher Körper – genannt Schiffchen – der über Kabel mit dem Fahrzeug verbunden war und vom fahrenden Fahrzeug mitgezogen wurde. Die Bahn war nur während der Dauer der Ausstellung in Betrieb. Es handelte sich um die weltweit erste Strecke mit Oberleitung.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Dauerhafte_Bahnen_mit_Oberleitung">Dauerhafte Bahnen mit Oberleitung</h4></div>
<p>In Österreich eröffnete die <a href="Lokalbahn_M%C3%B6dling%E2%80%93Hinterbr%C3%BChl" title="Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl">erste elektrische Straßenbahn</a> am 22. Oktober 1883 zwischen <a href="M%C3%B6dling" title="Mödling">Mödling</a> und <a href="Hinterbr%C3%BChl" title="Hinterbrühl">Hinterbrühl</a> den Betrieb, sie hatte eine symmetrisch angebrachte zweipolige <a href="Schlitzrohroberleitung" class="mw-redirect" title="Schlitzrohroberleitung">Schlitzrohroberleitung</a> und wurde in Teilbereichen im <a href="Stra%C3%9Fenplanum" class="mw-redirect" title="Straßenplanum">Straßenplanum</a> geführt.
</p><p>Am 18. Februar 1884 wurde die erste regelmäßig in Deutschland betriebene elektrische Straßenbahn mit <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitung</a> von der <a href="Frankfurt-Offenbacher_Trambahn-Gesellschaft" title="Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft">Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft</a> (FOTG) zwischen der <a href="Alte_Br%C3%BCcke_(Frankfurt_am_Main)" title="Alte Brücke (Frankfurt am Main)">Alten Brücke</a> in <a href="Frankfurt-Sachsenhausen" title="Frankfurt-Sachsenhausen">Frankfurt-Sachsenhausen</a> und dem <a href="Mathildenviertel" class="mw-redirect" title="Mathildenviertel">Mathildenplatz</a> in <a href="Offenbach_am_Main" title="Offenbach am Main">Offenbach</a> eröffnet. Die Oberleitung war noch eine zweipolige <a href="Oberleitung#Schlitzrohrfahrleitung" title="Oberleitung">Schlitzrohrfahrleitung</a>, und als Stromabnehmer dienten daran hängende kleine <a href="Stromabnehmer#Kontaktwagen" title="Stromabnehmer">Kontaktwagen</a>. Ein Teil der historischen Strecke wird noch von der Straßenbahnlinie 16 befahren, jedoch wurde das Frankfurter Ende von der Alten Brücke in Sachsenhausen nach und nach über den <a href="Frankfurt_(Main)_Hauptbahnhof" title="Frankfurt (Main) Hauptbahnhof">Frankfurter Hauptbahnhof</a>, die Hamburger Allee und die Schloßstraße bis nach <a href="Frankfurt-Ginnheim" title="Frankfurt-Ginnheim">Ginnheim</a> verlängert, während das Offenbacher Ende um 2000 stillgelegt und durch eine Stadtbuslinie ersetzt wurde.
</p><p>Der elektrische Straßenbahnbetrieb in der Schweiz begann am 6. Juni 1888 mit dem ersten Teilstück der <a href="Transports_publics_Vevey%E2%80%93Montreux%E2%80%93Chillon%E2%80%93Villeneuve" title="Transports publics Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve">Tramway Vevey–Montreux–Chillon</a>.
</p><p>In den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> entwickelte <a href="Frank_Julian_Sprague" title="Frank Julian Sprague">Frank Julian Sprague</a> 1888 einen Straßenbahnwagen, der seine Energie aus einer <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitung</a> bezog, und baute damit in <a href="Richmond_(Virginia)" title="Richmond (Virginia)">Richmond</a> das erste erfolgreiche größere elektrische Straßenbahnsystem auf. Dabei wurden auf den Hügeln von Richmond <a href="Steigung#Prozentangabe_–_v._a._im_Straßenverkehr" title="Steigung">Steigungen</a> bis 100 ‰ bewältigt, was sich als überzeugender Prüfstein für die Anwendung in anderen Städten erwies. Um 1889 befanden sich 110 elektrische Bahnen mit Sprague-Ausrüstung in Bau oder in Planung. <a href="Thomas_Alva_Edison" title="Thomas Alva Edison">Edison</a>, der Sprague-Ausrüstungen anfertigte, kaufte 1890 die <i>Sprague Electric Railway &amp; Motor Company</i> auf. Sprague führte auch die klassische Führerstandsaufteilung mit dem Fahrschalter auf der linken und der Betriebsbremse auf der rechten Seite sowie die Grundstellung der Fahrschalterkurbel auf der Position »zehn vor zwölf«&nbsp;ein.
</p>


<p>Im April 1891 wurde in <a href="Halle_(Saale)" title="Halle (Saale)">Halle an der Saale</a> die erste große innerstädtische elektrische Straßenbahnlinie, mit Straßenbahnwagen, die von der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) nach den Patenten des Amerikaners Frank J. Sprague gebaut wurden, eröffnet.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie waren mit Stangenstromabnehmer ausgerüstet, eine Demonstrationsstrecke nach diesem System war im Jahr zuvor vorübergehend anlässlich der <a href="Nordwestdeutsche_Gewerbe-_und_Industrieausstellung" title="Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung">Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung</a> betrieben worden. Bis Juni 1891 kamen drei weitere Linien hinzu. Halle gibt an, dass dies das erste elektrische Straßenbahnnetz Europas war.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 22. Februar 1892 wurde in <a href="Gera" title="Gera">Gera</a> die zweitälteste noch existierende elektrische Straßenbahn in Deutschland eröffnet. Im gleichen Jahr begann der dauerhafte elektrische Betrieb in Bremen. 1893 kamen <a href="Chemnitz" title="Chemnitz">Chemnitz</a>, Dresden, Hannover und Remscheid hinzu, 1894 <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>, <a href="Dortmund" title="Dortmund">Dortmund</a>, <a href="Erfurt" title="Erfurt">Erfurt</a>, <a href="Gotha" title="Gotha">Gotha</a> und <a href="Wuppertal" title="Wuppertal">Wuppertal</a>, auch die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Plauen" title="Straßenbahn Plauen">Straßenbahn Plauen</a> nahm ihren Betrieb auf.
</p><p>In den Jahren 1895 und 1896 verlegte die <i>Finnische Gesellschaft für Schifffahrt</i> auf der zugefrorenen <a href="Newa" title="Newa">Newa</a> Gleise für drei elektrisch betriebene Straßenbahnlinien. Sie umging damit das Monopol der <i><a href="Stra%C3%9Fenbahn_Sankt_Petersburg" title="Straßenbahn Sankt Petersburg">Zweiten Aktiengesellschaft der Pferdebahnen in Sankt Petersburg</a></i>. Mit dem Neubau einer Brücke endete 1910 dieser Betrieb.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Eignungsbeurteilung_von_Straßenbahnfahrern"><span id="Eignungsbeurteilung_von_Stra.C3.9Fenbahnfahrern"></span>Eignungsbeurteilung von Straßenbahnfahrern</h3></div>
<p>In Deutschland wurden erste Fahreignungsuntersuchungen an Straßenbahnfahrern am „psychotechnischen Labor“ von <a href="Hugo_M%C3%BCnsterberg" title="Hugo Münsterberg">Hugo Münsterberg</a> durchgeführt. Diese Untersuchungen gehörten zu den ersten Berufseignungstests in der <a href="Geschichte_der_Psychologie" title="Geschichte der Psychologie">Geschichte der Psychologie</a> überhaupt und stellen einen Meilenstein in der Entwicklung der <a href="Verkehrspsychologie" title="Verkehrspsychologie">verkehrspsychologischen Diagnostik</a> dar.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zulassung_in_Deutschland">Zulassung in Deutschland</h3></div>
<p>Der Begriff „Straßenbahn“ für schienengebundene Transportmittel in Städten ist bereits aus den 1860er Jahren belegt,<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis mindestens Ende der 1880er Jahre mangelte es jedoch an einer genauen Abgrenzung des Begriffs.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Genehmigungen, <a href="Konzession" title="Konzession">Konzessionen</a> und Betriebsvorschriften von Straßenbahnen wurden in Deutschland zunächst von lokalen und regionalen Behörden, Eisenbahnverwaltungen und Aufsichtsbehörden allein oder in gemeinsamer Abstimmung vorgegeben, wobei selbst innerhalb eines Landes lokal uneinheitlich vorgegangen wurde. Die ersten Pferdebahnen wurden offenbar durchgängig bereitwillig genehmigt und die Vorschriften meist von den Polizeidirektionen erlassen. Sie wurden dabei mehr den Pferdeomnibussen gleichgestellt, wobei zunächst offen war, ob sie als Eisenbahnen betrachtet werden sollten oder nicht.
</p><p>Richtungsweisend war schließlich das <i>Preußische <a href="Preu%C3%9Fisches_Kleinbahngesetz" title="Preußisches Kleinbahngesetz">Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlussbahnen</a></i> vom 28.&nbsp;Juli 1892, in dem dreierlei unterschieden wurde: Bahnen ohne Maschinenbetrieb (Pferdebahnen), die regionalen Polizeibehörden unterstanden; <a href="Kleinbahn" title="Kleinbahn">Kleinbahnen</a> mit Maschinenbetrieb (zu denen auch die Straßenbahnen zählten), die dem Kleinbahngesetz unterlagen; und Eisenbahnen, die der Eisenbahngesetzgebung unterstanden, diese wiederum unterteilt in Haupt- und Nebenbahnen. Der Gesetzestext und ein Kommentar dazu von 1893 finden sich bei W. Gleim.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Ausführungsbestimmungen von 1898 wurden die Kleinbahnen differenziert in Straßenbahnen und nebenbahnähnliche Kleinbahnen. In der Folge setzte in Preußen ein Boom im Kleinbahn- und Straßenbahnbau ein, da die Gesetzeslage jetzt einheitliche und gegenüber Eisenbahnen erheblich vereinfachte Betriebsvorschriften und Genehmigungen vorsah. Angeregt durch diesen Erfolg übernahmen andere deutsche Länder den Grundgedanken dieser Gesetzgebung.
</p><p>Auch in der <a href="Weimarer_Republik" title="Weimarer Republik">Weimarer Republik</a> bestanden diese Regelungen fort. Die Eisenbahngesetzgebung wurde bereits in den 1920er Jahren vereinheitlicht, aber erst 1937 die ab 1.&nbsp;April 1938 deutschlandweit geltende <i><a href="Stra%C3%9Fenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung">Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen</a></i>, kurz <i>BOStrab</i>, erlassen und frühere Gesetze aufgehoben. Fortan wurde nurmehr zwischen Straßenbahnen einerseits (zu denen allerdings auch U-Bahnen und die <a href="Wuppertaler_Schwebebahn" title="Wuppertaler Schwebebahn">Wuppertaler Schwebebahn</a> gezählt wurden) und Eisenbahnen andererseits unterschieden.
</p><p>Die Verkehrsunternehmen, die bisher unter die Kleinbahngesetzgebung der Länder fielen, mussten entscheiden, ob sie ihren Betrieb zukünftig als Straßenbahnen oder als Eisenbahnen durchführen wollten. Bedingt durch die vorangegangene unterschiedliche gesetzliche Entwicklung in den deutschen Ländern wurden ab 1938 zum Beispiel die großen Straßenbahn- und Kleinbahnnetze an Rhein und Ruhr (Preußen) bis auf Ausnahmen als Straßenbahnen betrieben, im Land <a href="Baden_(Land)" title="Baden (Land)">Baden</a> wurden vergleichbare elektrische Überlandbahnen zu Eisenbahnen.
</p><p>Seit 1938 wurden die Bestimmungen immer wieder aktuellen Erfordernissen und Bedingungen angepasst; die Grundprinzipien – die Unterscheidung zwischen Straßenbahn und Eisenbahn mit vereinfachten Betriebsvorschriften für die Straßenbahn – blieben noch erhalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verbreitung_in_der_ersten_Hälfte_des_20._Jahrhunderts"><span id="Verbreitung_in_der_ersten_H.C3.A4lfte_des_20._Jahrhunderts"></span>Verbreitung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts</h3></div>



<p>In rascher Folge wurden weltweit viele Straßenbahnbetriebe – in Deutschland gab es diese um 1900 in ca. 150 Städten – gegründet und verdrängten die anderen <a href="Traktion_(Bahn)" class="mw-redirect" title="Traktion (Bahn)">Traktionsarten</a>. Die Straßenbahn entwickelte sich zum Massentransportmittel. Sie beeinflusste in maßgeblicher Weise Entwicklung und Planung der Städte, indem sie das Umland mit der Stadt verband und durch kostengünstige Reisemöglichkeiten und ihre große Beförderungskapazität die Bedingungen für die Ansiedlung großer <a href="Industrie" title="Industrie">Industrien</a> an der <a href="Peripherie" title="Peripherie">Peripherie</a> der Städte schuf.
</p>

<p>Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden überwiegend in Europa und den USA sehr viele Bahnen, die auch außerhalb der Städte aus Kostengründen nicht auf eigener Trasse, sondern auf bereits vorhandenen Straßen verkehrten, ohne als Straßenbahn konzipiert zu sein. Die Konflikte mit dem Straßenverkehr waren durchaus programmiert und auch gewünscht. So weigerten sich manche Konzessionsbetriebe lange Zeit, ihre Gleise so zu verlegen, dass diese von anderen Fahrzeugen passiert oder überquert werden konnten. Diese Epoche wird als die Zeit der <i>Eisenbahnschlachten</i> in der Verkehrsgeschichte gehandelt.
</p><p>Um 1920 war der Höhepunkt der Straßenbahnentwicklung erreicht, als in Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien fast alle Groß- und Mittelstädte, aber auch viele Kleinstädte über Straßenbahnen verfügten. Zu jener Zeit waren ausgedehnte <a href="%C3%9Cberlandstra%C3%9Fenbahn" title="Überlandstraßenbahn">Überlandstraßenbahnnetze</a> sehr verbreitet. Weltweit existierten damals über 3000 Straßenbahnbetriebe, nur wenige davon in Afrika und Asien. Es bestanden neben sehr großen Netzen auch diverse Klein- und Kleinstbetriebe, und in den Großstädten existierten oft mehrere, bis zu zwei Dutzend, einzelne, private Betriebe nebeneinander.
</p>

<p>Zunächst in Nordamerika, später auch in Europa und den anderen Kontinenten, reduzierte sich mit dem Aufkommen des motorisierten <a href="Individualverkehr" title="Individualverkehr">Individualverkehrs</a> die Zahl der Straßenbahnen. Die Betriebe mussten häufig geschlossen werden, da vielerorts jahrzehntelang kaum noch in sie investiert wurde und sie fast vollständig veraltet waren. Für die stillgelegten Straßenbahnen wurden häufig <a href="Oberleitungsbus" title="Oberleitungsbus">Oberleitungsbussysteme</a> eingerichtet, in der Mehrzahl überwogen jedoch <a href="Omnibus" title="Omnibus">Omnibusse</a> mit <a href="Verbrennungsmotor" title="Verbrennungsmotor">Verbrennungsmotoren</a>.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Gro%C3%9Fer_Amerikanischer_Stra%C3%9Fenbahn-Skandal" class="mw-redirect" title="Großer Amerikanischer Straßenbahn-Skandal">Großer Amerikanischer Straßenbahn-Skandal</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Zeit_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg">Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg</h3></div>


<p>Die Stilllegungswelle verlangsamte sich zunächst durch den Zweiten Weltkrieg, da viele Busse für den Kriegsdienst verwendet wurden. Obwohl in der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> nach Beendigung des Krieges ab 1945 neue Betriebe eröffnet wurden, nahm weltweit die Zahl der Straßenbahnbetriebe ab. Zudem war damals die Meinung vorherrschend, die Straßenbahn zerschneide und behindere den Verkehrsfluss, deshalb wurden auch unzerstörte Linien stillgelegt. Im einstigen <a href="Ostblock" title="Ostblock">Ostblock</a> wurde dagegen konsequent auf Straßenbahnen gesetzt. Hier verschwanden andererseits Straßenbahnen – auch aus touristisch wichtigen und gut erschlossenen Bereichen wie der (Ost-)Berliner Mitte rund um den <a href="Alexanderplatz" title="Alexanderplatz">Alexanderplatz</a>.
</p><p>Um 1970 schien sicher zu sein, dass in wenigen Jahrzehnten der letzte Straßenbahnbetrieb im Westen aufgegeben werden würde. So wurden in jener Zeit überwiegend der Einsatz von Omnibussen und der Bau von <a href="U-Bahn" title="U-Bahn">U-Bahnen</a> gefördert. Doch der extrem angestiegene motorisierte Individualverkehr in den Städten hatte die Lebensqualität, die <a href="%C3%96lkrise" class="mw-redirect" title="Ölkrise">Ölkrise</a> das Bewusstsein der Menschen so verändert, dass eine neue Richtung der <a href="Verkehrspolitik" title="Verkehrspolitik">Verkehrspolitik</a> erwogen werden musste.
</p><p>Vor allem in mittelgroßen Städten, in denen sich der sehr teure U-Bahn-Bau nicht rechnet, kehrte die Straßenbahn zurück. In Westdeutschland, aber auch zahlreichen anderen Staaten war eine Modernisierung der Bahnen angestrebt, wobei sie häufig durch eigene Gleiskörper und den Bau einzelner Tunnelabschnitte aus dem allgemeinen Verkehrsfluss genommen wurden. Aus der Straßenbahn entstand so mancherorts eine <a href="Stadtbahn" title="Stadtbahn">Stadtbahn</a>. Die steigenden Fahrgastzahlen bewiesen die Akzeptanz der Veränderung durch die Bevölkerung. Die Einführung der <a href="Niederflurtechnik" title="Niederflurtechnik">Niederflurtechnik</a> zeigte die Möglichkeiten und die Bequemlichkeit des bewährten Verkehrsmittels.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verbreitung_ab_Ende_des_20._Jahrhunderts">Verbreitung ab Ende des 20. Jahrhunderts</h3></div>

<p>Eine weltweite Trendwende begann 1980 zunächst in Nordamerika, etwas später auch in Europa, als neue Straßen- und Stadtbahnbetriebe eröffnet wurden. Als erste Stadt hat <a href="Edmonton" title="Edmonton">Edmonton</a> in Kanada Anfang der 1980er Jahre begonnen, sein Straßenbahnnetz wieder aufzubauen. Ab etwa 1985 erreichte die Trendwende auch Europa. Obwohl seitdem auch einige kleine und unrentable Betriebe stillgelegt wurden, stieg durch Neueröffnungen die Anzahl der Straßenbahnbetriebe insgesamt an.
</p><p>Die Wiedereinführung der Straßenbahn ging vielfach mit einem Umbau der durch sie genutzten Straßen und der Stadtzentren einher, indem die Aufteilung des Straßenraumes verändert wurde. Die Flächen für den <a href="Individualverkehr" title="Individualverkehr">motorisierten Individualverkehr</a> wurden reduziert, und Straßenbahn, <a href="Radfahrer" title="Radfahrer">Radfahrer</a> sowie <a href="Fu%C3%9Fverkehr" title="Fußverkehr">Fußgänger</a> bekamen mehr Platz. Besonders in Frankreich, aber auch in den USA finden sich Beispiele derartiger Verkehrspolitik.
</p><p>Die teilweise Benutzung vorhandener oder brachliegender Eisenbahnstrecken – Karlsruhe war und ist hier beispielgebend – schuf weitere Möglichkeiten der Erschließung neuer Verkehrsräume. Die Menschen waren nun in der Lage, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Umsteigen zügig die Stadtzentren zu erreichen.
</p><p>Sogar von <a href="G%C3%BCterstra%C3%9Fenbahn" title="Güterstraßenbahn">Güterstraßenbahnen</a> wird wieder gesprochen. In Dresden wurde durch die Straßenbahn der Güterverkehr zur Versorgung der <a href="Gl%C3%A4serne_Manufaktur" title="Gläserne Manufaktur">Gläsernen Manufaktur</a> abgewickelt. Der Transport der Fahrzeugteile geschah mit eigens dafür gefertigten Güterstraßenbahnwagen, der <a href="CarGoTram_(Dresden)" title="CarGoTram (Dresden)">CarGoTram</a>. Aufgrund der Neuausrichtung der Produktionsstätte wurde der Betrieb Anfang 2016 vorübergehend eingestellt, eine Wiederaufnahme erfolgte 2017. Inzwischen wurde dieser Betrieb endgültig eingestellt.
</p><p>Auch in Wien war eine Studie mit dem Projekttitel <a href="G%C3%BCterbim" title="Güterbim">Güterbim</a> in Auftrag, die die Straßenbahn als Gütertransportmittel innerhalb der Stadt untersuchte. Mangels Interesse potenzieller Kunden endete das Projekt ergebnislos. In Zürich wird unter dem Namen <a href="Cargotram_(Z%C3%BCrich)" title="Cargotram (Zürich)">Cargotram-Zürich</a> versucht, die Entsorgung von <a href="Sperrm%C3%BCll" title="Sperrmüll">Sperrmüll</a> per Straßenbahn zu organisieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Perspektiven">Perspektiven</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Renaissance_der_Stra%C3%9Fenbahn" title="Renaissance der Straßenbahn">Renaissance der Straßenbahn</a></div>

<p>Gab es um 1980 nur noch etwa 300 Straßenbahnbetriebe weltweit, so waren es 2015 schon wieder rund 390.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut <a href="Internationaler_Verband_f%C3%BCr_%C3%B6ffentliches_Verkehrswesen" title="Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen">UITP</a>, des internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen, sei gegenwärtig zudem etwa 100&nbsp;Straßen- und Stadtbahnsysteme in Bau bzw. in Planung. Nach Einschätzung der UITP wird sich die seit Anfang der 1980er Jahre veränderte Verkehrspolitik fortsetzen. Diese macht einerseits durch den stärkeren <a href="Umweltschutz" title="Umweltschutz">Umweltschutzgedanken</a> das Verkehrsmittel Straßenbahn wieder <a href="Popularit%C3%A4t" title="Popularität">populär</a> und verhindert andererseits geplante U-Bahn-Bauvorhaben aufgrund nicht ausreichender finanzieller Mittel. Obwohl es in Zukunft sicher weiterhin zu einzelnen Stilllegungen kleiner oder unrentabler Betriebe kommen wird, ist also insgesamt mit einer weiteren Zunahme von Straßenbahnbetrieben zu rechnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftlicher_Einsatz">Wirtschaftlicher Einsatz</h3></div>
<p>Im Stadtverkehr ist der Einsatz von Straßenbahnen dort sinnvoll, wo die vorhandenen Fahrgastzahlen einen Betrieb mit Buslinien unwirtschaftlich werden lassen, wo für den Bau einer U-Bahn jedoch die Fahrgastzahlen auch perspektivisch zu niedrig sind. Für eine U-Bahn werden als Spitzenwert 4.000&nbsp;Fahrgäste pro Stunde und Richtung benötigt.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für deutsche Verhältnisse gilt als Faustregel, dass eine Straßenbahnlinie ab etwa 4000&nbsp;Fahrgästen pro Werktag wirtschaftlicher als eine Buslinie ist. Bei circa 30.000 bis 40.000&nbsp;Fahrgästen je Tag ist die Grenze erreicht, bei der ein U-Bahn-Betrieb betriebswirtschaftlich sinnvoller ist. Hierbei ist zu beachten, dass eine reine Linienbetrachtung in den wenigsten Fällen ausreicht, da beim Systemwechsel in der Regel umfangreiche Linienanpassungen im betroffenen Netz vorgenommen werden.
</p><p>Neben diesem quantitativen Einsatzkriterium gibt es weitere qualitative Einsatzmerkmale, die auch in Fällen, in denen diese genannten Fahrgastzahlen nicht erreicht werden, einen Straßenbahnbetrieb gegenüber einem Busbetrieb vorteilhaft werden lassen.
</p><p>Die <a href="Universit%C3%A4t_Kassel" title="Universität Kassel">Universität Kassel</a> entwickelt und erprobt seit 2019 bis 2022 zusammen mit einem Forschungskonsortium ein digitales System, das unter anderem Informationen über den Belegungszustand von Bussen und Straßenbahnen bereitstellen, die Anschlusssicherheit beim Umsteigen verbessern und mit einem Lieferdienst die separate Beförderung von Einkäufen und Gepäck ermöglichen soll.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorteile">Vorteile</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Komfort">Komfort</h4></div>
<p>Eine Straßenbahn hat die für schienengebundene Verkehrsmittel typische Laufruhe und damit einen hohen Fahrkomfort. Dies wird insbesondere beim Einsatz moderner und leiser Fahrzeuge erreicht. Bei Bussen kann vergleichsweise die Laufruhe stärker von unterschiedlichen Fahrbahnzuständen beeinflusst werden. Verkehrt die Straßenbahn an der Oberfläche, so müssen zu den Haltestellen im Allgemeinen keine Treppen überwunden werden. Hochbahnsteige oder Niederflurfahrzeuge erleichtern den Einstieg für Rollstuhlbenutzer, ältere Leute und Fahrgäste mit Kinderwagen, Fahrrädern oder Gepäck.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Fahr-_und_Reisegeschwindigkeit">Fahr- und Reisegeschwindigkeit</h4></div>
<p>Mittlere Fahrgeschwindigkeiten städtischer Verkehrsmittel hängen immer vom Haltestellenabstand und den Haltezeiten<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Interaktionen mit anderen Verkehrsteilnehmern ab. So erreicht die moderne <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bordeaux" title="Straßenbahn Bordeaux">Straßenbahn von Bordeaux</a> als schnellste Straßenbahn Frankreichs eine Durchschnittsgeschwindigkeit (inklusive der Stationsaufenthalte) von 21&nbsp;km/h.
</p><p>Bei Straßenbahnen können im Stadtverkehr dann hohe Reise- und Fahrgeschwindigkeiten erreicht werden, wenn ein großer Teil der Strecke auf unabhängigem oder besonderem Bahnkörper geführt wird oder die Straßenbahn an <a href="Ampel" title="Ampel">Ampeln</a> eine <a href="%C3%96PNV-Bevorrechtigung" title="ÖPNV-Bevorrechtigung">Vorrangschaltung</a> besitzt und vor Störungen geschützt wird. Auf kurzen und mittellangen Strecken kann eine Straßenbahn sogar mit U-Bahnen konkurrieren, da die <a href="Reisezeit" title="Reisezeit">Gesamtreisezeit</a> des Fahrgastes durch kurze Zu- und Abgangswege an den meist ebenerdigen Haltestellen (keine Treppen) und dichtere Haltestellenabstände verkürzt wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flächendeckung"><span id="Fl.C3.A4chendeckung"></span>Flächendeckung</h4></div>
<p>Die Straßenbahn ist das einzige Schienenverkehrsmittel, das eine hohe Flächendeckung erreichen kann. Dadurch können viele Direktverbindungen angeboten werden, wodurch die Zahl der Umsteigevorgänge reduziert und damit die Reisezeit verkürzt wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Betriebliche_Flexibilität"><span id="Betriebliche_Flexibilit.C3.A4t"></span>Betriebliche Flexibilität</h4></div>

<p>Ein Vorteil gegenüber Bussen ist die Möglichkeit der <a href="Zug_(Schienenverkehr)" title="Zug (Schienenverkehr)">Zugbildung</a>. Die variable Beigabe von Bei- oder weiteren Triebwagen vergrößert die Kapazität, ohne dass der Personalbedarf erhöht wird, wie es etwa bei Einsatzbussen unvermeidlich ist. Die Straßenbahn kann somit Verkehrsspitzen im <a href="Berufsverkehr" title="Berufsverkehr">Berufsverkehr</a> und Schwachlastzeiten mit jeweils angepasstem Fahrzeugeinsatz abdecken. Durch die in der Bau- und Betriebsordnung Straßenbahn festgesetzte maximale Zuglänge von 75&nbsp;Metern können Straßenbahnzüge vergleichsweise viele Fahrgäste auf einmal befördern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schienenbonus">Schienenbonus</h4></div>
<p>In Deutschland wird besonders gegenüber dem Bus mit dem <a href="Schienenbonus" title="Schienenbonus">Schienenbonus</a> geworben. Dieser Begriff wird verwendet, um eine Kundenpräferenz für schienengebundene Verkehrsmittel gegenüber Omnibussen zu quantifizieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Umweltfreundlichkeit">Umweltfreundlichkeit</h4></div>
<p>Da bei der Straßenbahn im Gegensatz zu Omnibussen die Energie nicht lokal produziert wird, sondern aus Oberleitungen bezogen wird, entstehen am Betriebsort keine Emissionen für die Energieherstellung. Davon profitieren besonders Anwohner von Straßenbahnstrecken und Städte, in denen aufgrund des dichten Kfz-Verkehrs die Umweltverschmutzung ohnehin sehr groß ist. Die lokalen <a href="Feinstaub" title="Feinstaub">Feinstaubemissionen</a> sind bei der Straßenbahn hingegen nur unwesentlich niedriger als beim Omnibus, was auf den Abrieb von Rädern, Schienen, Stromabnehmern und Oberleitung zurückzuführen ist.
</p><p>Die konkrete Umweltfreundlichkeit der Straßenbahn hängt maßgeblich vom verwendeten <a href="Strommix" title="Strommix">Strommix</a> sowie den verwendeten Fahrzeugen, dem Beschaffungsintervall und der Auslastung der Fahrzeuge ab.
</p><p>In Annahme der durchschnittlichen Flottenzusammensetzung sowie Auslastung der einzelnen Verkehrsträger ergeben sich in der Schweiz folgende Umweltbilanz pro <a href="Personenkilometer" title="Personenkilometer">Personenkilometer</a>, wobei auch die Energieproduktion und die Herstellung der Fahrzeuge und Infrastruktur miteinbezogen wurden:<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center;">
<tbody><tr>
<th>Ausstoß pro Personenkilometer</th>
<th>Energieverbrauch<br>(<a href="Joule" title="Joule">MJ-Äquivalente</a>)</th>
<th>Treibhausgase<br>(g <a href="CO2-%C3%84quivalent" class="mw-redirect" title="CO2-Äquivalent">CO<sub>2</sub>-Äquivalente</a>)</th>
<th><a href="Stickoxide" title="Stickoxide">Stickoxide</a><br>(mg NOx)</th>
<th>Feinstaub PM10<br>(mg)</th>
<th>Feinstaub PM2.5<br>(mg)
</th></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;">Tram (CH)</td>
<td>1,79</td>
<td>42,74</td>
<td>77,13</td>
<td>28,09</td>
<td>10,12
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><a href="Oberleitungsbus" title="Oberleitungsbus">Trolleybus</a> (CH)</td>
<td>1,68</td>
<td>29,96</td>
<td>43,50</td>
<td>32,73</td>
<td>16,44
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;">Autobus</td>
<td>2,26</td>
<td>152,23</td>
<td>811,96</td>
<td>42,19</td>
<td>25,29
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;">Personenwagen (Strecken &lt; 5 km)</td>
<td>3,29</td>
<td>208,82</td>
<td>336,34</td>
<td>65,14</td>
<td>32,33
</td></tr></tbody></table>
<p>Es zeigt sich, dass unter schweizerischen Bedingungen die Infrastruktur besonders stark wiegt, da Trolley- und Autobuslinien in der Regel die normale Straßeninfrastruktur mitnutzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Stadtentwicklung">Stadtentwicklung</h4></div>
<p>Laut einer neueren Studie der <a href="Bergische_Universit%C3%A4t_Wuppertal" title="Bergische Universität Wuppertal">Bergischen Universität Wuppertal</a> hat eine Straßen- oder auch Stadtbahnlinie einen positiven Einfluss auf die Entwicklung eines Stadtteiles. Dies bezieht sich sowohl auf die <a href="Immobilie" title="Immobilie">Immobilienpreise</a> als auch den <a href="Einzelhandel" title="Einzelhandel">Einzelhandel</a>. Umgekehrt lassen sich nach Verlagerung oder Stilllegung einer Linie gegenteilige Entwicklungen nachweisen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weiche_Faktoren">Weiche Faktoren</h4></div>
<p>Die folgenden Faktoren sind eher subjektiv und regional unterschiedlich. Durch die Führung der Straßenbahn an der Oberfläche hat sie einige Vorteile gegenüber U-Bahnen und Bussen. Die hohe Präsenz der Straßenbahn im öffentlichen Raum macht die Linienführung ohne weiteres erkenn- und nachvollziehbar, führt aber auch zu möglichen Beeinträchtigungen von Parkraum und Kfz-Verkehr und erhöht die Ansprüche an die architektonische Einbindung. Die Fahrgäste erleben den Stadtraum und das Stadtleben unmittelbar mit. Nicht nur Sonderfahrten (in historischen Wagen, in „Christkindl“- oder Partytrams), bereits die alltägliche Benutzung vermittelt <a href="Urbanit%C3%A4t" title="Urbanität">Urbanität</a>. Die Präsenz wie der ebenerdige Zugang an beleuchteten Haltestellen verbessert auch abends und nachts das subjektive Sicherheitsgefühl. Der Neubau von Straßenbahnen hat oft erhebliche Konflikte um die neue Infrastruktur zur Folge – nach der Durchsetzung weist die Tram gegenüber dem Bus den Schienenbonus wie auch eine höhere Identifikation klassischer Tramstädte und Tramanlieger mit diesem Verkehrsmittel auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nachteile">Nachteile</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schienengebundenheit">Schienengebundenheit</h4></div>

<p>Da die Straßenbahnzüge an Schienen gebunden sind, können sie im Straßenverkehr leicht behindert werden, z. B. durch im Gleisbereich abgestellte Kraftfahrzeuge. Bei Baustellen sind in Straßenbahnnetzen nur Umleitungen möglich, wenn eine Parallelstrecke vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, bleibt nur die zeitweilige, ggf. teilweise Einstellung der die betroffene Strecke befahrenden Linien und die Einrichtung von <a href="Schienenersatzverkehr" title="Schienenersatzverkehr">Schienenersatzverkehr</a> oder die mit zusätzlichen Kosten verbundene Verlegung von besonderen Gleisen für die Zeit der Bauarbeiten. In Netzen mit <a href="Zweirichtungswagen" class="mw-redirect" title="Zweirichtungswagen">Zweirichtungswagen</a> ist das Einrichten von zeitweiligen Linienendpunkten prinzipbedingt etwas einfacher.
</p><p>Auch die Anpassung an veränderte Verkehrsströme ist meist nur mit vergleichsweise großem Aufwand möglich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Hohe_Fahrzeugkosten">Hohe Fahrzeugkosten</h4></div>
<p>Die Preise für neues Rollmaterial sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies ist mitunter auf neue Technik z. B. in der Fahrgastinformation zurückzuführen, die auch in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln Einzug gehalten haben. Moderne Straßenbahnfahrzeuge kosten je nach Ausführung zwischen 1,5&nbsp;Millionen und 4&nbsp;Millionen Euro. Omnibusse sind zwar in der Anschaffung billiger, erreichen jedoch in der Regel lediglich eine Lebensdauer von acht bis zwölf Jahren, während Straßenbahnwagen mit entsprechenden <a href="Retrofit" title="Retrofit">Retrofit-Programmen</a> 30 bis 50&nbsp;Jahre eingesetzt werden können. Weiterhin bieten Straßenbahnen üblicherweise mehr Fahrgästen Platz als ein Omnibus oder Oberleitungsbus, wodurch weniger Fahrzeuge benötigt werden, um dieselbe Menge Passagiere zu transportieren. Bezogen auf die Rollmaterialkosten pro Personenkilometer schneidet die Straßenbahn daher bei gleicher Auslastung der Fahrzeuge nach wie vor günstiger ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Störung_des_Stadtbildes"><span id="St.C3.B6rung_des_Stadtbildes"></span>Störung des Stadtbildes</h4></div>

<p>Durch ihre <a href="Oberleitung" title="Oberleitung">Oberleitung</a> und die Schienen können Straßenbahnen an (historisch) interessanten Orten als störend empfunden werden. Dieses Phänomen wird durch <a href="Oberleitung#Kettenfahrleitung" title="Oberleitung">Kettenfahrleitungen</a> und überdimensionierte Haltestellenmasten verstärkt. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dank einer zusätzlichen <a href="Stromschiene" title="Stromschiene">Stromschiene</a> zwischen den Fahrschienen auf die Oberleitung zu verzichten, wie es 2004 im Zentrum von <a href="Bordeaux" title="Bordeaux">Bordeaux</a> realisiert wurde. Oder die Fahrzeuge werden mit Energiespeichern, etwa auf <a href="Kondensator_(Elektrotechnik)" title="Kondensator (Elektrotechnik)">Kondensatorbasis</a>, ausgerüstet, mit denen sie kurze Strecken ohne Fahrleitung befahren können. Der Einsatz einer derartigen Technik ist auf einer Strecke in Heidelberg geplant, um Störungen empfindlicher Gerätschaften in Universitätsgebäuden entlang der Strecke durch elektromagnetische Felder zu vermeiden. Die entsprechenden <a href="Variobahn#Rhein-Neckar-Variobahn" title="Variobahn">Variobahnen</a> sind bereits ausgeliefert und befinden sich auf anderen Strecken im Einsatz.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Erschütterungen,_Lärm"><span id="Ersch.C3.BCtterungen.2C_L.C3.A4rm"></span>Erschütterungen, Lärm</h4></div>
<p>Vor allem in Städten, die noch über alte Straßenbahntrassen verfügen, fehlt eine <a href="Schwingung" title="Schwingung">Schwingungsdämpfung</a> beispielsweise durch eine <a href="Chloropren-Kautschuk" title="Chloropren-Kautschuk">Neopren</a>-Lagerung der Gleise. Durch sich im Untergrund ausbreitenden <a href="K%C3%B6rperschall" title="Körperschall">Körperschall</a> können Erschütterungsschäden an Gebäuden entstehen. Bei einer Gleisbettung nach dem <a href="Stand_der_Technik" title="Stand der Technik">Stand der Technik</a> wird eine solche Gefährdung ausgeschlossen. Ein zusätzliches Problem kann <a href="Schienenverkehrsl%C3%A4rm" title="Schienenverkehrslärm">Schienenverkehrslärm</a> darstellen.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Fahrzeit">Fahrzeit</h4></div>
<p>Im Vergleich zu <a href="S-Bahn" title="S-Bahn">S-</a> und <a href="U-Bahn" title="U-Bahn">U-Bahnen</a> sind Straßenbahnen in der reinen <a href="Fahrzeit" title="Fahrzeit">Fahrzeit</a> deutlich langsamer, was zum einen an der dichteren Haltestellenfolge liegt, zusätzlich kommen oft Wartezeiten an Ampelkreuzungen dazu, die bei Bahnen ohne niveaugleiche Kreuzungen entfallen. Muss sich die Straßenbahn die Strecke mit dem Individualverkehr teilen, so kann es hier zu weiteren Verzögerungen durch ein- und ausparkende Fahrzeuge, Stauungen usw. kommen. Diese Tatsache steht scheinbar im Widerspruch zu ihren Vorteilen hinsichtlich der Reisegeschwindigkeit, tatsächlich kann der objektive Nachteil längerer Fahrzeit (teilweise oder vollständig) kompensiert werden, und dadurch ist die Reisezeit mit der Straßenbahn durch den Fortfall von Zu- und Abgangswegen auf kurzen und mittleren Strecken geringer (z. T. erheblich geringer) als die von in gleichen Distanzen verkehrenden S- und U-Bahnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sicherheit">Sicherheit</h4></div>
<p>Straßenbahnenfahrzeuge stellen aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Fahrzeugmasse eine höhere Gefahr als Busse für andere Verkehrsteilnehmer dar. Bis zum Stehen hat ein Straßenbahnwagen bei trockener Fahrbahn im Vergleich zum Bus den dreifachen Bremsweg.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Reibwertunabhängige Bremsen wie <a href="Magnetschienenbremse" title="Magnetschienenbremse">Magnetschienenbremsen</a> kompensieren dieses Risiko zwar teilweise, doch ist die mögliche Bremsverzögerung mit Rücksicht auf stehende Fahrgäste begrenzt. Zudem ist es an Straßenbahnhaltestellen im Gegensatz zu Eisenbahn- oder U-Bahn-Stationen in der Regel erlaubt, die Gleise zu überschreiten. Hier besteht insbesondere an großen Umsteigehaltestellen eine Gefahr für gleisquerende Fahrgäste, die Annäherung der leisen Wagen nicht rechtzeitig wahrzunehmen und von diesen ggf. erfasst zu werden. Diese Art der Gefährdung besteht bei unabhängig trassierten Systemen nicht, da hier ein niveaugleiches Queren der Gleise durch Fahrgäste in der Regel nicht erlaubt und baulich meist auch nicht möglich ist. Bei winterlichen Extremsituationen (Regenfälle nach vorheriger Frostperiode) kann es in seltenen Fällen durch Eisbildung an den Oberleitungen zu deren Bruch kommen. Unter Spannung stehende Fahrleitungsenden, die dann herunterhängen, können eine Gefahr für Passanten und andere Verkehrsteilnehmer darstellen.
</p><p>Im <a href="Stra%C3%9Fenplanum" class="mw-redirect" title="Straßenplanum">Straßenplanum</a> verlegte <a href="Rillenschiene" class="mw-redirect" title="Rillenschiene">Rillenschienen</a> können für einspurige Fahrzeuge wie Motorräder und insbesondere Fahrräder eine Sturzgefahr darstellen, wenn diese längs bzw. in spitzem Winkel schräg überquert werden. Bei mehrspurigen Fahrzeugen besteht die Gefahr des plötzlichen Verlusts bzw. der starken Minderung der Bodenhaftung beim Wechsel von Asphalt zu Stahl. Dies kann besonders bei Regen zu Unfällen führen.
</p><p>Die absolute Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bei Unfällen mit Straßenbahnen bezogen auf den Gesamtverkehr ist vergleichsweise gering, wird das Unfallgeschehen jedoch auf die Fahrleistung bezogen und mit dem anderer Verkehrsmittel (z. B. Busse und Personenkraftwagen) verglichen, so hat der Straßenbahnverkehr ein relativ hohes Unfallrisiko.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 13.&nbsp;Juli 1947 ereignete sich bei der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem" title="Straßenbahn Ústí nad Labem">Straßenbahn Ústí nad Labem</a> einer der schwersten Unfälle mit 30 Todesopfern und weiteren 76 Verletzten, als bei einem vollbesetzten Zug in einer langen Gefällestrecke die Bremsen versagten und es in einer Ausweiche zu einem Frontalzusammenstoß kam.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="U-Straßenbahn"><span id="U-Stra.C3.9Fenbahn"></span>U-Straßenbahn</h2></div>
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<p>Als <b>U-Straßenbahn</b>, kurz <i>U-Strab</i>, in Belgien auch <i>Prémetro</i>, nur in Wien auch U-Straba, werden Straßenbahnen klassifiziert, die teilweise im Tunnel und dadurch unbehindert vom sonstigen Verkehr verkehren. In einigen Städten waren U-Straßenbahnen der Ursprung von <a href="Stadtbahn" title="Stadtbahn">Stadtbahnsystemen</a>, die dort teilweise auch „U-Bahn“ genannt werden. Dazu zählen insbesondere Köln und Stuttgart. In Wien führt die U-Bahn-Linie U2 zwischen den Stationen Karlsplatz und Schottentor über die U-Straba-Strecke der ehemaligen Straßenbahnlinien E<sub>2</sub>, G<sub>2</sub> und H<sub>2</sub> mit ihren Stationen <a href="MuseumsQuartier" title="MuseumsQuartier">Museumsquartier</a>, <a href="Volkstheater" title="Volkstheater">Volkstheater</a> und <a href="Wiener_Rathaus" title="Wiener Rathaus">Rathaus</a>. Auch die offiziell als Stadtbahn eingestuften <a href="Stadtbahn_Dortmund" title="Stadtbahn Dortmund">Dortmunder Linien U43 und U44</a> sind de facto noch eher U-Straßenbahn-Linien.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Überlandstraßenbahn"><span id=".C3.9Cberlandstra.C3.9Fenbahn"></span>Überlandstraßenbahn</h2></div>
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<p>Im Bereich mancher Ballungszentren wie der <a href="Metropolregion_Rhein-Ruhr" title="Metropolregion Rhein-Ruhr">Metropolregion Rhein-Ruhr</a> sind die Streckennetze mehrerer Straßenbahnbetriebe untereinander verbunden. Solche Verbindungsstrecken werden auch als <i>Überlandstraßenbahn</i> bezeichnet. Beispiele sind die U79 der <a href="Rheinbahn_(Unternehmen)" title="Rheinbahn (Unternehmen)">Rheinbahn</a> zwischen <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a> und <a href="Duisburg" title="Duisburg">Duisburg</a> oder die <a href="K-Bahn" title="K-Bahn">U70/76</a> zwischen Düsseldorf und <a href="Krefeld" title="Krefeld">Krefeld</a> sowie das Projekt <a href="Stadt-Umland-Bahn_N%C3%BCrnberg%E2%80%93Erlangen%E2%80%93Herzogenaurach" title="Stadt-Umland-Bahn Nürnberg–Erlangen–Herzogenaurach">Stadt-Umland-Bahn Nürnberg–Erlangen–Herzogenaurach</a>. Weitere deutsche Beispiele sind die <a href="Th%C3%BCringerwaldbahn" title="Thüringerwaldbahn">Thüringerwaldbahn</a>, die <a href="Stra%C3%9Fenbahnstrecke_Halle-Ammendorf%E2%80%93Bad_D%C3%BCrrenberg" title="Straßenbahnstrecke Halle-Ammendorf–Bad Dürrenberg">Straßenbahnstrecke Halle-Ammendorf–Bad Dürrenberg</a>, die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Sch%C3%B6neiche_bei_Berlin" title="Straßenbahn Schöneiche bei Berlin">Straßenbahn Schöneiche bei Berlin</a>, die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Woltersdorf" title="Straßenbahn Woltersdorf">Straßenbahn Woltersdorf</a> oder die <a href="Kirnitzschtalbahn" title="Kirnitzschtalbahn">Kirnitzschtalbahn</a>. In Österreich trifft dies auf die <a href="Innsbrucker_Mittelgebirgsbahn" title="Innsbrucker Mittelgebirgsbahn">Innsbrucker Mittelgebirgsbahn</a> zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Tram-Train">Tram-Train</h2></div>

<p>Als <a href="Tram-train" class="mw-redirect" title="Tram-train">Tram-train</a> wird heute ein Straßenbahnzug bezeichnet, der sowohl auf Straßenbahn- als auch auf Eisenbahnstrecken eingesetzt werden kann. Der Begriff ist allerdings im deutschen Sprachraum unüblich. Die Wagen müssen oft an die unterschiedlichen Maße insbesondere im Herzstückbereich von Weichen und Kreuzungen, meist auch an unterschiedliche Fahrleitungsspannungen angepasst und zusätzlich mit Fahrzeuggeräten für die erforderlichen <a href="Zugbeeinflussung" title="Zugbeeinflussung">Zugbeeinflussungen</a> ausgerüstet werden. Solche Mischbetriebszüge verkehren in Deutschland sowohl nach dem Regeln der <a href="BOStrab" class="mw-redirect" title="BOStrab">BOStrab</a> als auch der <a href="Eisenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung">EBO</a>.
</p><p>Die frühen Mischbetriebe wie die <a href="Spandau-West%E2%80%93Hennigsdorfer_Kleinbahn" title="Spandau-West–Hennigsdorfer Kleinbahn">Spandau-West–Hennigsdorfer Kleinbahn</a> oder die <a href="Lokalbahn_Wien%E2%80%93Baden" title="Lokalbahn Wien–Baden">Lokalbahn Wien–Baden</a> erforderten noch <a href="Oberbau_(Eisenbahn)" title="Oberbau (Eisenbahn)">oberbauseitige</a> Anpassungen wie bewegliche Herzstückspitzen und bezogen nur vorher nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecken ein. Die Mischbetriebswagen waren damit nicht freizügig einsetzbar. Gleichzeitig gab es insbesondere in <a href="%C3%96sterreich-Ungarn" title="Österreich-Ungarn">Österreich-Ungarn</a> Straßenbahnnetze, wo die technischen Normen von Eisenbahnstrecken Anwendung fanden und ein Übergang von Fahrzeugen problemlos möglich war und ist. Beispiele dafür sind die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Ostrava" title="Straßenbahn Ostrava">Straßenbahn Ostrava</a> und die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Budapest" title="Straßenbahn Budapest">Straßenbahn Budapest</a>.
</p><p>Das erste Netz in Deutschland mit Kompromissradsätzen für einen uneingeschränkten Fahrbetrieb im Straßen- und Eisenbahnnetz und unter Nutzung der Fernbahnelektrifizierung entstand 1992 in <a href="Karlsruhe" title="Karlsruhe">Karlsruhe</a>. Weitere Betriebe folgten, wie zum Beispiel die <a href="RegioTram_Kassel" title="RegioTram Kassel">RegioTram Kassel</a> im Jahr 2007.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schnellstraßenbahn"><span id="Schnellstra.C3.9Fenbahn"></span>Schnellstraßenbahn</h2></div>
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<p><i>Schnellstraßenbahn</i> ist eine heute veraltete Bezeichnung. Ihre Definition deckt sich allerdings weitgehend mit dem heute geläufigen Begriff <i>Stadtbahn</i>: einer Straßenbahn, die dank entsprechender Fahrzeuge und Trassierung deutlich schneller und leistungsfähiger ist als eine klassische Straßenbahn und vorwiegend auf eigenem Gleiskörper bis hin zu Tunnel- und Hochbahnabschnitten verkehrt.
</p><p>In der deutschsprachigen Diskussion taucht die Wortschöpfung <i>Schnellstraßenbahn</i> im und nach dem Ersten Weltkrieg auf. Schnellstraßenbahnen entstanden ab den 1910er Jahren insbesondere dort, wo Gemeinden im Umland großer Städte an deren Straßenbahnnetz anzubinden waren, etwa in Dortmund, Dresden, Düsseldorf und Nürnberg, nach dem Zweiten Weltkrieg dann auch in München und Wien. In der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> war dieser Fachbegriff ab Ende der 1970er etabliert und normiert, er verschwand erst nach 1990 wieder.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schnelllinien">Schnelllinien</h2></div>
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<p>Grundsätzlich halten Straßenbahnzüge, ähnlich den <a href="Personenzug" title="Personenzug">Personenzügen</a> bei der Eisenbahn, an allen Stationen. Jedoch gibt es vereinzelt Bestrebungen, den Fahrgästen auf bestimmten Relationen und zu bestimmten Zeiten beschleunigte Verbindungen anzubieten. Diese bedienen nicht alle Zwischenhaltestellen und ermöglichen dadurch kürzere <a href="Reisezeit" title="Reisezeit">Reisezeiten</a>, teilweise waren sie früher mit einer <a href="Rote_Liniennummer" title="Rote Liniennummer">roten Liniennummer</a> gekennzeichnet. Problematisch sind insbesondere in Netzen mit dichtem Takt die unterschiedlichen Fahrzeiten, zumal es in Straßenbahnnetzen kaum Überholmöglichkeiten gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Besonderheiten">Besonderheiten</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rekorde">Rekorde</h3></div>

<ul><li>Das älteste ununterbrochen betriebene Straßenbahnnetz der Welt ist die <a href="Green_Line_(MBTA)" title="Green Line (MBTA)">Green Line</a> der <a href="Massachusetts_Bay_Transportation_Authority" title="Massachusetts Bay Transportation Authority">Massachusetts Bay Transportation Authority</a> in <a href="Boston" title="Boston">Boston</a> mit ihren vier Ästen <a href="Green_Line_B" title="Green Line B">B</a>, <a href="Green_Line_C" title="Green Line C">C</a>, <a href="Green_Line_D" title="Green Line D">D</a> und <a href="Green_Line_E" title="Green Line E">E</a>. Sie geht auf eine am 26. März 1856 eröffnete Pferdebahn zurück. Das älteste noch betriebene Straßenbahnnetz der Welt in Bezug auf das Jahr seiner Eröffnung ist <a href="Regional_Transit_Authority_New_Orleans" class="mw-redirect" title="Regional Transit Authority New Orleans">Regional Transit Authority</a> in <a href="New_Orleans" title="New Orleans">New Orleans</a>, denn es existiert seit 1835.</li>
<li>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Melbourne" title="Straßenbahn Melbourne">Melbourner Straßenbahn</a> hat (Stand 2022) mit rund 250 Kilometern das größte <a href="Netzl%C3%A4nge" title="Netzlänge">Streckennetz</a> einer Stadt, gefolgt von der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Sankt_Petersburg" title="Straßenbahn Sankt Petersburg">Straßenbahn Sankt Petersburg</a> (222&nbsp;km) und der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Berlin" title="Straßenbahn Berlin">Straßenbahn Berlin</a> (198&nbsp;km). Die größten Agglomerationen zusammenhängender Straßen- und Stadtbahnnetze erstrecken sich einerseits mit 644&nbsp;Kilometern über <a href="Karlsruhe" title="Karlsruhe">Karlsruhe</a>, <a href="Heilbronn" title="Heilbronn">Heilbronn</a> und deren Umgebung – allerdings unter Einbezug von Eisenbahnstrecken mit Tram-Train-Betrieb – und andererseits mit 447&nbsp;Kilometern über das <a href="Ruhrgebiet" title="Ruhrgebiet">Ruhrgebiet</a> sowie <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a> und <a href="Krefeld" title="Krefeld">Krefeld</a> – jedoch mit verschiedenen Betreibern und technischen Unterschieden, beispielsweise hinsichtlich der Spurführung und Fahrzeugumgrenzungen, so dass keine über das Gesamtnetz hinweg durchgehenden Wagenläufe möglich sind.<sup id="cite_ref-:0_69-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings gab es früher wesentlich längere Netze, beispielsweise in Buenos Aires mit über 857 Kilometern bis zu den 1960er Jahren und in Berlin mit über 630 Kilometern im Jahr 1930.</li>
<li>Die größte landesweite Streckenlänge hat (Stand 2022) Deutschland mit etwa 3750&nbsp;Kilometern, gefolgt von Russland (2250&nbsp;km) und den Vereinigten Staaten von Amerika (1600&nbsp;km). Nach Einwohnern gewichtet halten Deutschland und Lettland mit jeweils 4,5&nbsp;Zentimetern je Einwohner den Rekord.<sup id="cite_ref-:0_69-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Landesweit die meisten Triebwagen für den Linienverkehr hat (Stand 2022) Russland mit etwa 6300 Fahrzeugen, gefolgt von Deutschland (5200) und Polen (3400).<sup id="cite_ref-:0_69-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die steilste Straßenbahnstrecke im <a href="Adh%C3%A4sionsbahn" title="Adhäsionsbahn">Adhäsionsbetrieb</a> hat die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Lissabon" title="Straßenbahn Lissabon">Straßenbahn Lissabon</a> mit 135&nbsp;‰, gefolgt von der <a href="P%C3%B6stlingbergbahn" title="Pöstlingbergbahn">Pöstlingbergbahn</a> mit 116&nbsp;‰.<sup id="cite_ref-:0_69-3" class="reference"><a href="#cite_note-:0-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Das <a href="Riffelalptram" title="Riffelalptram">Riffelalptram</a> oberhalb von <a href="Zermatt" title="Zermatt">Zermatt</a> hält zwei <a href="Rekord" title="Rekord">Rekorde</a>. Es ist die kürzeste Tramlinie der Welt (675 Meter) und zugleich die höchstgelegene Europas (2211 m ü. NN).</li>
<li>In der <a href="Metropolregion_Rhein-Ruhr" title="Metropolregion Rhein-Ruhr">Rhein-Ruhr-Region</a> verläuft die längste Strecke, die innerhalb von Deutschland ausschließlich mit Straßenbahn- und Stadtbahnzügen nach BOStrab zurückgelegt werden kann. Sie führt von <a href="Witten" title="Witten">Witten</a>-<a href="Heven" title="Heven">Heven</a> nach <a href="T%C3%B6nisvorst" title="Tönisvorst">Tönisvorst</a>-St. Tönis. Auf dem kürzesten Weg über <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bochum/Gelsenkirchen" title="Straßenbahn Bochum/Gelsenkirchen">Bochum</a>, <a href="Nahverkehr_in_Gelsenkirchen" title="Nahverkehr in Gelsenkirchen">Gelsenkirchen</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Essen" title="Straßenbahn Essen">Essen</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_M%C3%BClheim/Oberhausen" title="Straßenbahn Mülheim/Oberhausen">Mülheim an der Ruhr</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Duisburg" title="Straßenbahn Duisburg">Duisburg</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_D%C3%BCsseldorf" title="Straßenbahn Düsseldorf">Düsseldorf</a> und <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Krefeld" title="Straßenbahn Krefeld">Krefeld</a> sind es 102 Kilometer. Umwege in Gelsenkirchen, Essen, Duisburg, Düsseldorf und nach Neuss sind möglich.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund unterschiedlicher Spurweiten und Radsatzmaße ist diese Relation jedoch nicht ohne Umstiege befahrbar.</li>
<li>Die längste durchgehende Straßenbahnlinie Europas ist mit 68 Kilometern die <a href="Kusttram" title="Kusttram">Kusttram</a> von <a href="De_Panne" title="De Panne">De Panne</a> über <a href="Ostende" title="Ostende">Oostende</a> nach <a href="Knokke-Heist" title="Knokke-Heist">Knokke</a> in <a href="Flandern" title="Flandern">Flandern</a>.</li>
<li>Die längsten klassischen Hochflur-Straßenbahnwagen sind die 38,5 Meter langen zwölfachsigen <a href="Duewag-Gelenkwagen" title="Duewag-Gelenkwagen">Duewag-Gelenkwagen</a> der <a href="Bahnstrecke_Bad_D%C3%BCrkheim%E2%80%93Ludwigshafen-Oggersheim#Fahrzeuge" title="Bahnstrecke Bad Dürkheim–Ludwigshafen-Oggersheim">Rhein-Haardtbahn</a> und der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Mannheim/Ludwigshafen" title="Straßenbahn Mannheim/Ludwigshafen">Verkehrsbetriebe Ludwigshafen</a></li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Budapest" title="Straßenbahn Budapest">Budapest</a> fahren die mit 56 Meter weltweit längsten Niederflur-Straßenbahnwagen. Die neunteiligen Multigelenkwagen des Typs <a href="CAF_Urbos#Budapest" title="CAF Urbos">Urbos 3</a> wurden von <a href="Construcciones_y_Auxiliar_de_Ferrocarriles" title="Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles">CAF</a> geliefert. Im Rhein-Neckar-Raum werden mit der von Škoda gelieferten <a href="Rhein-Neckar-Tram_2020" title="Rhein-Neckar-Tram 2020">Rhein-Neckar-Tram 2020</a> etwas längere Züge eingesetzt. Sie bestehen aus zwei dreiteiligen Drehgestellwagen, die an der führerstandslosen Seite gekuppelt sind und einen Wagenübergang bieten.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Wien" title="Straßenbahn Wien">Wien</a> und <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Oradea" title="Straßenbahn Oradea">Oradea</a> (Rumänien) fahren mit den <a href="Ultra_Low_Floor" title="Ultra Low Floor">Ultra-Low-Floor-Wagen</a> die Straßenbahnfahrzeuge mit dem weltweit niedrigsten durchgehend ebenen Fußboden (180 mm über der <a href="Schienenoberkante" title="Schienenoberkante">Schienenoberkante</a>)</li>
<li>Der meistgebaute Fahrzeugtyp ist mit 14&nbsp;369 Exemplaren der <a href="KTM-5" title="KTM-5">KTM-5</a> der <a href="Ust-Katawer_Waggonbaufabrik" title="Ust-Katawer Waggonbaufabrik">Ust-Katawer Waggonbaufabrik</a>, gefolgt vom <a href="Tatra_T3" title="Tatra T3">T3</a> des Herstellers <a href="%C4%8CKD_Tatra" class="mw-redirect" title="ČKD Tatra">ČKD Tatra</a> mit 14&nbsp;011 Exemplaren.<sup id="cite_ref-:0_69-4" class="reference"><a href="#cite_note-:0-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In <a href="Stuttgart" title="Stuttgart">Stuttgart</a> bewältigt die <a href="Stadtbahn_Stuttgart" title="Stadtbahn Stuttgart">dortige Stadtbahn</a> mit 85 ‰ Neigung die steilste normalspurige Schienenstrecke, die in Europa im <a href="Adh%C3%A4sionsbahn" title="Adhäsionsbahn">Reibungsbetrieb</a> im öffentlichen Personenverkehr befahren wird. Der Abschnitt in der Alexanderstraße übertrifft damit selbst die steilste normalspurige Reibungsstrecke in der Schweiz, die <a href="Uetlibergbahn" title="Uetlibergbahn">Uetlibergbahn</a> in Zürich, welche mit maximal 79 ‰ ansteigt.</li>
<li>Den offiziellen Geschwindigkeitsweltrekord auf bauüblichen Straßenbahnstrecken hält der <a href="Gro%C3%9Fer_Hecht" title="Großer Hecht">Große Hecht</a> in Dresden mit 98 km/h.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Straßenbahn_auf_Gummireifen"><span id="Stra.C3.9Fenbahn_auf_Gummireifen"></span>Straßenbahn auf Gummireifen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Tramway_sur_pneumatiques" title="Tramway sur pneumatiques">Tramway sur pneumatiques</a></i></div>

<p>Teilweise werden <a href="Spurbus" title="Spurbus">spurgeführte</a> <a href="Oberleitungsbus" title="Oberleitungsbus">Oberleitungsbusse</a> aus Marketinggründen als Straßenbahn auf Gummireifen bezeichnet. Die französische Originalbezeichnung hierfür lautet <i>tramway sur pneumatiques</i>, in der Schweiz wird von einem Pneu-Tram gesprochen. Wichtigste Vertreter sind die Systeme <i>Transport sur Voie Réservée (TVR)</i> von <a href="Bombardier" title="Bombardier">Bombardier</a> und <a href="Translohr" title="Translohr">Translohr</a> von <a href="Lohr_Industrie" title="Lohr Industrie">Lohr Industrie</a>. Die Definition dieser Verkehrsmittel ist jedoch umstritten, die Übergänge zwischen einem klassischen <a href="Stra%C3%9Fenfahrzeug" title="Straßenfahrzeug">Straßenfahrzeug</a> und einer Bahn sind fließend. Teilweise variiert die juristische Einordnung, zum Beispiel bezüglich der Pflicht, ein <a href="Kraftfahrzeugkennzeichen" title="Kraftfahrzeugkennzeichen">Kraftfahrzeugkennzeichen</a> anzubringen, von Staat zu Staat.
</p><p>In der Praxis stößt der dauerhafte Betrieb solcher alternativer Systeme oft auf erhebliche technische Schwierigkeiten. Daher neigen bestehende oder potenzielle Betreiber inzwischen oft wieder zur Entscheidung zur herkömmlichen Straßen-/Stadtbahn. Gegenüber dem weltweiten Straßenbahnsektor spielt der Marktanteil spurgeführter omnibusähnlicher Systeme keine Rolle.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Straßenbahnen_mit_Gastronomie_und_Attraktionen"><span id="Stra.C3.9Fenbahnen_mit_Gastronomie_und_Attraktionen"></span>Straßenbahnen mit Gastronomie und Attraktionen</h3></div>
<ul><li>Die Überlandstraßenbahnen zwischen Düsseldorf und Duisburg (<a href="D%C3%BCsseldorf-Duisburger_Kleinbahn" title="Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn">D-Bahn</a>) sowie zwischen Düsseldorf und Krefeld (<a href="K-Bahn" title="K-Bahn">K-Bahn</a>) besaßen früher einen Speisewagen im Zwei- oder Drei-Wagen-Zug. Diese wurden erst auf der Duisburger und Ende 2014 auf den (jetzigen Stadtbahn-)Linien der <a href="Rheinbahn_(Unternehmen)" title="Rheinbahn (Unternehmen)">Rheinbahn</a> abgeschafft.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Auf der Hauptstrecke der <a href="Lokalbahn_Wien%E2%80%93Baden" title="Lokalbahn Wien–Baden">Lokalbahn Wien–Baden</a> gab es bis zum Zweiten Weltkrieg Buffets.</li>
<li>Als Touristenattraktion verkehren in vielen Städten Partybahn-Wagen wie in <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> der „<a href="Ebbelwei-Expre%C3%9F" title="Ebbelwei-Expreß">Ebbelwei-Expreß</a>“. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_M%C3%BCnchen" title="Straßenbahn München">München</a> ist im Advent die „Christkindlbahn“ rund um die Innenstadt unterwegs. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_W%C3%BCrzburg" title="Straßenbahn Würzburg">Würzburg</a> ist der „Schoppen-Express“ eine Weinstube auf Rädern. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_N%C3%BCrnberg" title="Straßenbahn Nürnberg">Nürnberg</a> können ganzjährig Fahrzeuge verschiedener Bauarten gemietet werden, zusätzlich finden in der Adventszeit sogenannte „Glühweinfahrten“ statt. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Jena" title="Straßenbahn Jena">Jena</a> oder <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Gera" title="Straßenbahn Gera">Gera</a> gibt es die „Party-Bahn“, sie kann gemietet werden und trägt in Gera die markante Nummer&nbsp;111. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Erfurt" title="Straßenbahn Erfurt">Erfurt</a> verkehren der „Kater-Express“ und eine mietbare historische Touristen-Bahn, welche die sonst nicht verwendete Liniennummer&nbsp;8 trägt. Auch die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_D%C3%BCsseldorf" title="Straßenbahn Düsseldorf">Straßenbahn Düsseldorf</a> bietet derartige Fahrten an. In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bremen" title="Straßenbahn Bremen">Bremen</a> kann eine Partytour mit der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bremen#Partitour_(Partybahn)" title="Straßenbahn Bremen"><i>Partitour</i></a> gemacht werden.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In <a href="Stadtbahn_Bielefeld" title="Stadtbahn Bielefeld">Bielefeld</a> fährt der <i><a href="Stadtbahn_Bielefeld#Sonstige_Fahrzeuge" title="Stadtbahn Bielefeld">Sparren-Express</a></i>. Die <a href="Sparrenburg" title="Sparrenburg">Burg gleichen Namens</a> war hier Namenspate.</li>
<li>Bei der <a href="Bochum-Gelsenkirchener_Stra%C3%9Fenbahnen_AG" title="Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG">Bogestra</a> ist die <i>Bogie-Bahn</i> zu mieten.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Darmstadt" title="Straßenbahn Darmstadt">Darmstadt</a> verkehrt in den Sommermonaten ein Dampfzug auf den Gleisen der Straßenbahn. Er erinnert an die Zeit, als die Dampfstraßenbahn in der Stadt das einzige Beförderungsmittel war und zeitweilig elektrische und dampfbetriebene Straßenbahn-Fahrzeuge parallel fuhren.</li>
<li>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_G%C3%B6rlitz" title="Straßenbahn Görlitz">Verkehrsgesellschaft Görlitz</a> besitzt einen zu einer Bierstraßenbahn umgebauten ehemaligen <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Mannheim/Ludwigshafen" title="Straßenbahn Mannheim/Ludwigshafen">Mannheimer</a> Triebwagen (<a href="Typ_Mannheim" title="Typ Mannheim">des namensgebenden Typs</a>), den „Hopfen-Express“. Dieser fährt in der Adventszeit, zu besonderen Anlässen oder auf Bestellung.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Karlsruhe" title="Straßenbahn Karlsruhe">Karlsruhe</a> verkehrte auf den Linien S4, S5, S6 und S9 der Stadtbahn abwechselnd das Regio-Bistro. Dieser Dienst wurde mittlerweile eingestellt, wenngleich diese Bahnen noch im Liniendienst sind.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Plauen" title="Straßenbahn Plauen">Plauen</a> steht seit 1966 für Stadtrundfahrten und anderen Sonderfahrten die „Bier-Elektrische“ (Wagen Nr. 78)<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine in einen Straßenbahnwagen eingebaute Bierkneipe.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Z%C3%BCrich" class="mw-redirect" title="Straßenbahn Zürich">Zürich</a> verkehren im Dezember das <a href="M%C3%A4rlitram" title="Märlitram">Märli-</a> sowie das <a href="Fondue" title="Fondue">Fondue</a>-Tram.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Der <i><a href="Atmosfera" title="Atmosfera">Atmosfera</a></i> ist eine in <a href="Mailand" title="Mailand">Mailand</a> verkehrende Restauranttram mit Speisenzubereitung im Zug.</li>
<li>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Christchurch" title="Straßenbahn Christchurch">Straßenbahn Christchurch</a> hat einen Zug als <i>Tramway Restaurant</i> ausgebaut.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Straßenbahnen_ohne_Personenbeförderung"><span id="Stra.C3.9Fenbahnen_ohne_Personenbef.C3.B6rderung"></span>Straßenbahnen ohne Personenbeförderung</h3></div>

<ul><li>Spezielle Straßenbahnen <i>(<a href="CarGoTram_(Dresden)" title="CarGoTram (Dresden)">CarGoTram</a>)</i> wurden zwischen 2001 und 2020 in <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a> zum Gütertransport zur <a href="Gl%C3%A4serne_Manufaktur" title="Gläserne Manufaktur">Gläsernen Manufaktur</a> von Volkswagen am Großen Garten verwendet.</li>
<li>Die erste Postbeförderung, noch mit der Pferdebahn, erfolgte 1892 in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_D%C3%B6beln" title="Straßenbahn Döbeln">Döbeln</a>. 1900 fuhr in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Altenburg" title="Straßenbahn Altenburg">Altenburg</a> die erste deutsche Poststraßenbahn. Später gab es unter anderem auch in <a href="Poststra%C3%9Fenbahn_Berlin" title="Poststraßenbahn Berlin">Berlin</a>, <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a> und <a href="Poststra%C3%9Fenbahn_Frankfurt_am_Main" title="Poststraßenbahn Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> solche. In Österreich gab es dergleichen in <a href="St._P%C3%B6lten" title="St. Pölten">St.&nbsp;Pölten</a>.</li>
<li>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Wien" title="Straßenbahn Wien">Wiener Straßenbahn</a> besaß zeitweise eigene Fahrzeuge für <a href="Bestattung" title="Bestattung">Bestattungstransporte</a> zum <a href="Wiener_Zentralfriedhof" title="Wiener Zentralfriedhof">Wiener Zentralfriedhof</a>. Gleiche Transporte führte – in geringerem Umfang – auch die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Berlin%E2%80%93Hohensch%C3%B6nhausen" title="Straßenbahn Berlin–Hohenschönhausen">Straßenbahn Berlin–Hohenschönhausen</a> durch.<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Seit 2003 fährt in <a href="Z%C3%BCrich" title="Zürich">Zürich</a> ein Cargotram mit der Aufgabe, die Sperrgutentsorgung und das Einsammeln von Elektronikschrott zu erleichtern. Dies ist eine Dienstleistung für Einwohner ohne Auto, für die es schwieriger ist, die Recyclinghöfe zu erreichen.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grenzüberschreitende_Linien"><span id="Grenz.C3.BCberschreitende_Linien"></span>Grenzüberschreitende Linien</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Grenz%C3%BCberschreitender_Stra%C3%9Fenbahnverkehr" title="Grenzüberschreitender Straßenbahnverkehr">Grenzüberschreitender Straßenbahnverkehr</a></i></div>
<p>Eine Besonderheit ergibt sich für die <a href="Stadtbahn_Jerusalem" title="Stadtbahn Jerusalem">Stadtbahn Jerusalem</a>: Sie liegt vollständig auf dem Stadtgebiet von <a href="Jerusalem" title="Jerusalem">Jerusalem</a> und ihr derzeitiger Betrieb ist, anders als bei den anderen grenzüberschreitenden Linien, als <i>grenzüberschreitend</i> in dem Sinne nicht erkennbar. Gleichwohl führt die Strecke auf der <a href="Demarkationslinie" class="mw-redirect" title="Demarkationslinie">Demarkationslinie</a> zwischen Israel und <a href="Staat_Pal%C3%A4stina" class="mw-redirect" title="Staat Palästina">Palästina</a> von 1967 entlang vom <a href="Damaskustor" title="Damaskustor">Damaskustor</a> bis <i>Shim'on Ha-Tsadik</i> und weiter nördlich schließlich in den Teil Jerusalems, der von der palästinensischen Autonomiebehörde als Staatsgebiet beansprucht wird. Aus der Sicht des israelischen <a href="Jerusalemgesetz" title="Jerusalemgesetz">Jerusalemgesetzes</a> wurden die von ihr erschlossenen Stadtgebiete wie <a href="French_Hill" class="mw-redirect" title="French Hill">French Hill</a> und <a href="Pisgat_Ze%E2%80%99ev" title="Pisgat Ze’ev">Pisgat Ze’ev</a> zum untrennbaren Teil eines israelischen Jerusalem erklärt, was wiederum völkerrechtlich als nichtig betrachtet wird (siehe <a href="Resolution_478_des_UN-Sicherheitsrates" title="Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates">Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Deutschland_/_Frankreich_/_Schweiz"><span id="Deutschland_.2F_Frankreich_.2F_Schweiz"></span>Deutschland / Frankreich / Schweiz</h4></div>


<ul><li><b>Saarbrücken:</b> Seit 1997 verkehrt die <a href="Saarbahn" title="Saarbahn">Saarbahn</a> in <a href="Saarbr%C3%BCcken" title="Saarbrücken">Saarbrücken</a> auf Eisenbahngleisen bis ins französische <a href="Sarreguemines" class="mw-redirect" title="Sarreguemines">Sarreguemines</a>.</li>
<li><b>Straßburg:</b> Ab Februar 2014 wurde an einer Verlängerung des <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Stra%C3%9Fburg" title="Straßenbahn Straßburg">Straßenbahnnetzes von Straßburg</a> ins baden-württembergische <a href="Kehl" title="Kehl">Kehl</a> gebaut. Dabei entstand auch eine neue <a href="Trambr%C3%BCcke_(Kehl)" class="mw-redirect" title="Trambrücke (Kehl)">Brücke</a> über den <a href="Rhein" title="Rhein">Rhein</a>.,<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfang Februar 2017 fanden erste Testfahrten auf der neuen Trasse statt,<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> am 2. Mai 2017 wurde sie schließlich offiziell eröffnet.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><b>Basel:</b> In früheren Jahren führten Linien der <a href="Basler_Verkehrs-Betriebe" title="Basler Verkehrs-Betriebe">Basler Verkehrs-Betriebe</a> (BVB) auch bis nach <a href="L%C3%B6rrach" title="Lörrach">Lörrach</a> (<a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>) sowie nach <a href="Saint-Louis_(Haut-Rhin)" title="Saint-Louis (Haut-Rhin)">Saint-Louis (Haut-Rhin)</a> und <a href="Huningue" title="Huningue">Huningue</a> (Frankreich).
<ul><li>Obwohl die <a href="Bahnstrecke_Basel%E2%80%93Rodersdorf" title="Bahnstrecke Basel–Rodersdorf">Bahnstrecke Basel–Rodersdorf</a> als <a href="Eisenbahn" title="Eisenbahn">Eisenbahn</a> <a href="Konzessioniertes_Transportunternehmen" title="Konzessioniertes Transportunternehmen">konzessioniert</a> ist, wird sie seit 1984 ähnlich einer Überlandstraßenbahn betrieben. Die Linie 10 der <a href="Baselland_Transport" title="Baselland Transport">Baselland Transport AG</a> (BLT) von Dornach über Basel nach Rodersdorf führt dabei im Bereich der Gemeinde <a href="Leymen" title="Leymen">Leymen</a> über französisches Staatsgebiet.</li>
<li>Im Dezember 2014 wurde die Linie 8 der <a href="Strassenbahn_Basel" title="Strassenbahn Basel">Basler Strassenbahn</a> ins deutsche <a href="Weil_am_Rhein" title="Weil am Rhein">Weil am Rhein</a> verlängert,<sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wo seitdem ferner die südlichste Straßenbahnhaltestelle Deutschlands liegt.<sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die Verlängerung der Linie 3 über Burgfelden nach Saint-Louis ist am 9. Dezember 2017 eröffnet worden.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die Reaktivierung der ehemaligen Linie 6 von Riehen nach Lörrach ist in Planung.<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul></li>
<li><b>Genf:</b> Eine Verlängerung der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Genf" class="mw-redirect" title="Straßenbahn Genf">Straßenbahn Genf</a> nach <a href="Annemasse" title="Annemasse">Annemasse</a> und <a href="Saint-Julien-en-Genevois" title="Saint-Julien-en-Genevois">Saint-Julien-en-Genevois</a><sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-87" class="reference"><a href="#cite_note-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-89" class="reference"><a href="#cite_note-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist im Bau. Baubeginn war 2017. Im Dezember 2019 wurde die etwa 2 km lange neue Straßenbahnstrecke von der bisherigen Endhaltestelle Moillesulaz unmittelbar an der Staatsgrenze mit der Linie 17 bis zum Parc Montessuit in Annemasse (östlich von Genf) in Betrieb genommen.<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine weitere Strecke nach Saint Julien südlich von Genf ist bis 2021 vorgesehen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nach_den_Niederlanden">Nach den Niederlanden</h4></div>
<ul><li>Ab 1889 gab es grenzüberschreitende Verbindungen zwischen <a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a> (Deutschland) und <a href="Vaals" title="Vaals">Vaals</a> (Niederlande).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nach_Polen">Nach Polen</h4></div>
<ul><li>Nach der <a href="Volksabstimmung_in_Oberschlesien" class="mw-redirect" title="Volksabstimmung in Oberschlesien">Volksabstimmung in Oberschlesien</a> kam es 1922 zu zahlreichen grenzüberschreitenden Verkehren der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_im_oberschlesischen_Industriegebiet" title="Straßenbahn im oberschlesischen Industriegebiet">Straßenbahnen im oberschlesischen Industriegebiet</a> zwischen dem Deutschen Reich und dem (neuen) polnischen <a href="Ostoberschlesien" title="Ostoberschlesien">Ostoberschlesien</a>, die in einzelnen Linien bis 1939, der <a href="%C3%9Cberfall_auf_Polen" title="Überfall auf Polen">Annexion Polens</a> zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, weiterbestanden. Ab diesem Zeitpunkt endeten die grenzüberschreitenden Verkehre, bis 1945 lagen die verbliebenen Linien wieder auf dem Staatsgebiet des Deutschen Reiches.</li>
<li>In den gegenüber liegenden Städten <a href="G%C3%B6rlitz" title="Görlitz">Görlitz</a> (Deutschland) und <a href="Zgorzelec" title="Zgorzelec">Zgorzelec</a> (Polen) gibt es Überlegungen, das Streckennetz der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_G%C3%B6rlitz" title="Straßenbahn Görlitz">Görlitzer Straßenbahn</a> wieder über die <a href="Lausitzer_Nei%C3%9Fe" title="Lausitzer Neiße">Neiße</a> ins polnische Zgorzelec auszudehnen. Im Zuge der neuen <a href="EFRE" class="mw-redirect" title="EFRE">EFRE</a>-Förderperiode 2014 bis 2020 sieht Zgorzelec gute Chancen auf Fördermittel.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Eine Verlängerung der <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Frankfurt_(Oder)" title="Straßenbahn Frankfurt (Oder)">Straßenbahn Frankfurt (Oder)</a> ins polnische <a href="S%C5%82ubice" title="Słubice">Słubice</a> zur Entlastung der besonders an den Wochenenden oft überfüllten Buslinie 983 befindet sich seit längerem in Planung.<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Cieszyn" title="Straßenbahn Cieszyn">Straßenbahn im schlesischen Teschen</a> wurde durch die Grenzziehung von 1918 geteilt und verkehrte bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1921 grenzüberschreitend zwischen dem polnischen und dem tschechoslowakischen Stadtteil.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Österreich_2"><span id=".C3.96sterreich_2"></span>Österreich</h4></div>
<ul><li>Im <a href="Besetztes_Nachkriegs%C3%B6sterreich" title="Besetztes Nachkriegsösterreich">besetzten Nachkriegsösterreich</a> war <a href="Linz" title="Linz">Linz</a> eine geteilte Stadt. Demnach verkehrte von 1945 bis 1955 die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Linz" title="Straßenbahn Linz">Straßenbahn Linz</a> grenzüberschreitend zwischen der US-amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone. An der Zonengrenze auf der <a href="Nibelungenbr%C3%BCcke_(Linz)" title="Nibelungenbrücke (Linz)">Nibelungenbrücke</a> gab es erst nur Ausweiskontrollen in den Straßenbahnen, später mussten die Fahrgäste die Garnituren dafür verlassen.<sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Übersee"><span id=".C3.9Cbersee"></span>Übersee</h4></div>
<ul><li>Das um 1900 aufgebaute Überlandstraßenbahnnetz von <a href="San_Diego" title="San Diego">San Diego</a>, <a href="Kalifornien" title="Kalifornien">Kalifornien</a>, reichte mit einem südlichen Ast bis in das <a href="Mexiko" title="Mexiko">mexikanische</a> <a href="Tijuana" title="Tijuana">Tijuana</a>.<sup id="cite_ref-96" class="reference"><a href="#cite_note-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die 1981 eingeführte Stadtbahn reicht im Süden mit der Blue Line zumindest bis zum <a href="Grenz%C3%BCbergang" title="Grenzübergang">Grenzübergang</a>, ohne jedoch nach Mexiko hineinzufahren. Ebenso fuhr die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_El_Paso" title="Straßenbahn El Paso">Straßenbahn El Paso</a> früher in die mexikanische Grenzstadt <a href="Ciudad_Ju%C3%A1rez" title="Ciudad Juárez">Ciudad Juárez</a> hinüber.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hotelstraßenbahnen"><span id="Hotelstra.C3.9Fenbahnen"></span>Hotelstraßenbahnen</h3></div>

<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_von_Hotelstra%C3%9Fenbahnen" title="Liste von Hotelstraßenbahnen">Liste von Hotelstraßenbahnen</a></div>
<p>Viele <a href="Grand_Hotel" title="Grand Hotel">Grand Hotels</a> der <a href="Belle_%C3%89poque" title="Belle Époque">Belle Époque</a> entstanden in landschaftlich reizvollen Gegenden wie etwa den Schweizer Alpen. Die Straßenbahn als neues Verkehrsmittel wurde bald von Hotelunternehmen als Möglichkeit entdeckt, der Beförderung der anspruchsvollen Gäste zu verbessern. Vor allem in der Schweiz, aber auch in anderen Ländern, entstanden daraufhin diverse kleine Straßenbahnbetriebe, die ausschließlich den Hotelgästen dienen sollten.<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Teilweise übernahmen sie auch Aufgaben im Warentransport für die jeweiligen Hotels. Neben diversen Pferdebahnen wie etwa der <a href="Pferdebahn_M%C3%BCrren" title="Pferdebahn Mürren">Pferdebahn Mürren</a> oder der <a href="Tramway_Bellavista" title="Tramway Bellavista">Tramway Bellavista</a> entstanden auch eigens angelegte elektrische Hotelstraßenbahnen. Beispiele aus der Schweiz sind das <a href="Doldertram" title="Doldertram">Doldertram</a> und das <a href="Riffelalptram" title="Riffelalptram">Riffelalptram</a>, während die <a href="Strassenbahn_Aigle_CFF%E2%80%93Aigle_Grand_H%C3%B4tel" title="Strassenbahn Aigle CFF–Aigle Grand Hôtel">Bahn zum Aigle Grand Hôtel</a> teilweise die Gleise der <a href="Chemin_de_fer_Aigle%E2%80%93Leysin" title="Chemin de fer Aigle–Leysin">Chemin de fer Aigle–Leysin</a> mitnutzte. In Schottland diente die <a href="Cruden_Bay_Hotel_Tramway" title="Cruden Bay Hotel Tramway">Cruden Bay Hotel Tramway</a> der Anbindung eines Hotels und eines Golfplatzes. Technisch eine Besonderheit war die <a href="Zahnradbahn_Monte_Carlo%E2%80%93Riviera_Palace" title="Zahnradbahn Monte Carlo–Riviera Palace">Zahnradbahn Monte Carlo–Riviera Palace</a>, die ausschließlich der Anbindung des oberhalb von Monte Carlo liegenden Hotels <i>Riviera Palace</i> diente. Die meisten dieser Hotelstraßenbahnen wurden bereits in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wieder eingestellt, eine Ausnahme ist das Riffelalptram, das erst 1960 in seiner ursprünglichen Form eingestellt wurde und seit 2001 wieder in Betrieb ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonstiges">Sonstiges</h3></div>
<ul><li>Mit dem <a href="Preu%C3%9Fisches_Kleinbahngesetz" title="Preußisches Kleinbahngesetz">Preußischen Kleinbahngesetz</a> bzw. dem <i>Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28.&nbsp;Juli 1892</i> wurden mit dem Paragraphen 42 neben <a href="Kleinbahn" title="Kleinbahn">Kleinbahnen</a> u.&nbsp;a. auch Straßenbahnbetriebe zu Leistungen für die Postzustellung verpflichtet.</li>
<li>In Hamburg wurden gesammelte Postsendungen ab 1917 mit der Straßenbahn befördert, ab 1920 gab es bei den Linien, die an Hamburgs Zentralpostämtern (Stephansplatz und Hauptbahnhof) vorbeifuhren, an den Fahrzeugen Briefkästen für den individuellen Einwurf von Postsendungen. Dieser Dienst wurde bis 1958 geboten.<sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Braunschweig" title="Straßenbahn Braunschweig">Straßenbahn in Braunschweig</a> ist <a href="Liste_der_Spurweiten" title="Liste der Spurweiten">bundesweit das einzige</a> noch betriebene System mit 1100&nbsp;mm <a href="Spurweite_(Bahn)" class="mw-redirect" title="Spurweite (Bahn)">Spurweite</a>, nachdem die Netze in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_L%C3%BCbeck" title="Straßenbahn Lübeck">Lübeck</a> und <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Kiel" title="Straßenbahn Kiel">Kiel</a> auf <a href="Stadtbus" title="Stadtbus">Busbetrieb</a> umgestellt wurden.</li>
<li>Vereinzelt liegen Straßenbahn- oder Stadtbahnstrecken im <a href="Stra%C3%9Fenquerschnitt#Trennstreifen" title="Straßenquerschnitt">Mittelstreifen</a> von Autobahnen, so die <a href="Stadtbahn_Essen#U18_Berliner_Platz_–_Mülheim_Hbf" title="Stadtbahn Essen">U&nbsp;18</a> auf der <a href="Bundesautobahn_40" title="Bundesautobahn 40">A&nbsp;40</a> zwischen <a href="M%C3%BClheim_an_der_Ruhr" title="Mülheim an der Ruhr">Mülheim an der Ruhr</a> und <a href="Essen" title="Essen">Essen</a>, erneut im weiteren Verlauf auf dem <a href="Westfalendamm" title="Westfalendamm">Westfalendamm</a> in Dortmund. Die Straßenbahnlinien nach <a href="Heidberg_(Braunschweig)" title="Heidberg (Braunschweig)">Braunschweig-Heidberg</a>/<a href="St%C3%B6ckheim_(Braunschweig)" title="Stöckheim (Braunschweig)">Braunschweig-Stöckheim</a> befahren derartig die <a href="Bundesautobahn_36" title="Bundesautobahn 36">A&nbsp;36</a>. Auch die <a href="Stadtbahn_Bonn#Südbrücke" title="Stadtbahn Bonn">Stadtbahn Bonn</a> hat solch einen Abschnitt auf der <a href="Bundesautobahn_562" title="Bundesautobahn 562">A&nbsp;562</a>. Außerdem wird auf der linken Rheinseite das <a href="Maritim_Hotel_Bonn" title="Maritim Hotel Bonn">dortige Maritim Hotel</a> unterquert.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bremen" title="Straßenbahn Bremen">Bremen</a> fährt die Straßenbahnlinie 3 Richtung <a href="%C3%9Cberseestadt" title="Überseestadt">Überseestadt</a> auf einem 800 Meter langen Teilstück auf einer <a href="Gleisverschlingung" title="Gleisverschlingung">Gleisverschlingung</a> von Straßen- und Eisenbahn. Rechtlich ist dieser Bereich allerdings ein langer <a href="Bahn%C3%BCbergang_(Deutschland)" title="Bahnübergang (Deutschland)">Bahnübergang</a>, da ein solcher sowohl in der <a href="Eisenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung">Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung</a> (EBO, § 11), wie auch der <a href="Stra%C3%9Fenbahn-Bau-_und_Betriebsordnung" title="Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung">Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung</a> (BOStrab, § 20) gleichartig definiert ist. Der Güterverkehr wurde 2019 eingestellt, die Eisenbahnstrecke wird demnächst abgerissen.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Zwickau" title="Straßenbahn Zwickau">Zwickau</a> verkehren Dieseltriebwagen der <a href="Vogtlandbahn" title="Vogtlandbahn">Vogtlandbahn</a> gemeinsam mit der Zwickauer Straßenbahn auf einem <a href="Dreischienengleis" class="mw-redirect" title="Dreischienengleis">Dreischienengleis</a> zwischen der Stadthalle und der Haltestelle Zentrum.</li>
<li>In <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Bochum/Gelsenkirchen" title="Straßenbahn Bochum/Gelsenkirchen">Bochum</a>, Bonn, <a href="Braunschweig" title="Braunschweig">Braunschweig</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Chemnitz" title="Straßenbahn Chemnitz">Chemnitz</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Cottbus" title="Straßenbahn Cottbus">Cottbus</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Gera" title="Straßenbahn Gera">Gera</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Kassel" title="Straßenbahn Kassel">Kassel</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Plauen" title="Straßenbahn Plauen">Plauen</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Woltersdorf" title="Straßenbahn Woltersdorf">Woltersdorf (bei Berlin)</a> und <a href="W%C3%BCrzburg" title="Würzburg">Würzburg</a> ist es möglich, in der Straßenbahn zu <a href="Hochzeitsfeier" class="mw-redirect" title="Hochzeitsfeier">heiraten</a>.</li>
<li>Doppelstock-Straßenbahnwagen verkehren in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Blackpool" title="Straßenbahn Blackpool">Blackpool</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Alexandria" title="Straßenbahn Alexandria">Alexandria</a>, <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Oranjestad" title="Straßenbahn Oranjestad">Oranjestad (Aruba)</a>, <a href="Dubai_Trolley" title="Dubai Trolley">Dubai</a> (inzwischen wieder stillgelegt) und <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Hongkong" title="Straßenbahn Hongkong">Hongkong</a>, sowie früher auf zahlreichen Straßenbahnnetzen des britischen Einflussbereiches.<sup id="cite_ref-99" class="reference"><a href="#cite_note-99"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Doppelstockwagen waren auch in Wien im Einsatz.</li>
<li>Im England des 19. Jahrhunderts gab es eine Straßenbahn mit Schienen am Meeresboden, die <a href="Brighton_and_Rottingdean_Seashore_Electric_Railway" title="Brighton and Rottingdean Seashore Electric Railway">Brighton and Rottingdean Seashore Electric Railway</a>.</li>
<li>Die Museumsstraßenbahnwagen des <a href="Nahverkehrsmuseum_Dortmund" title="Nahverkehrsmuseum Dortmund">Nahverkehrsmuseums Dortmund</a> verkehren auf nicht elektrifizierten Strecken und werden deshalb durch angehängte <a href="Generatorwagen" title="Generatorwagen">Generatorwagen</a> mit Strom versorgt.</li>
<li>Unter der Bezeichnung <a href="Transit_Explore_Bus" title="Transit Explore Bus">Transit Explore Bus</a> wurde in <a href="Qinhuangdao" title="Qinhuangdao">Qinhuangdao</a> ein Prototyp eines überbreiten straßenbahnartigen Fahrzeugs vorgestellt, unter dem PKW hindurchfahren können.</li>
<li>Einmalig für eine deutsche Großstadt war die Verwendung der Spurweite von drei englischen Fuß (915 mm) im Königreich Sachsen (<a href="Chemnitz" title="Chemnitz">Chemnitzer</a> Straßenbahn). Nachdem man die Nachteile erkannt hatte, sollte das Netz im Rahmen von Oberbauerneuerungen schrittweise bis auf Meterspur erweitert werden. 1917 war der erste Schritt auf 925 mm abgeschlossen, weitere wurden nicht unternommen. In dieser Form blieb das Schmalspurnetz bis 1988 in Betrieb.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Galerie">Galerie</h2></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Doppeldecker Nr. 120 der <a href="Hong_Kong_Tramways" class="mw-redirect" title="Hong Kong Tramways">Hong Kong Tramways</a> (<a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">China</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn in <a href="Kairo" title="Kairo">Kairo</a> (<a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Gelenkzüge aus den 1970er Jahren in <a href="Helsinki" title="Helsinki">Helsinki</a> (<a href="Finnland" title="Finnland">Finnland</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Gelenkwagen vom Typ FVV in <a href="Szeged" title="Szeged">Szeged</a> (<a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahnwagen in <a href="Bilbao" title="Bilbao">Bilbao</a> (<a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a>) auf <a href="Rasengleis" class="mw-redirect" title="Rasengleis">Rasengleis</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn-Gelenkzug für <a href="Marseille" title="Marseille">Marseille</a> (<a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Moderne Straßenbahn in <a href="Istanbul" title="Istanbul">Istanbul</a> (<a href="T%C3%BCrkei" title="Türkei">Türkei</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn in <a href="Bordeaux" title="Bordeaux">Bordeaux</a> (<a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>), Betrieb ohne Oberleitung</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn in <a href="Belgrad" title="Belgrad">Belgrad</a> (<a href="Serbien" title="Serbien">Serbien</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn mit <a href="Linksverkehr" class="mw-redirect" title="Linksverkehr">Linksverkehr</a> in <a href="Hiroshima" title="Hiroshima">Hiroshima</a> (<a href="Japan" title="Japan">Japan</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Stadler_Tango" title="Stadler Tango">Tango</a> (Prototyp) für die BLT in <a href="Basel" title="Basel">Basel</a> (<a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Triebwagen Typ LM-47/LP-47 in <a href="Leningrad" class="mw-redirect" title="Leningrad">Leningrad</a> (<a href="Russland" title="Russland">Russland</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Green_Mover_max" title="Green Mover max">Green Mover max</a>, Serie 5100, in <a href="Hiroshima" title="Hiroshima">Hiroshima</a> (<a href="Japan" title="Japan">Japan</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Combino" class="mw-redirect" title="Combino">Combino</a> der BVB in <a href="Basel" title="Basel">Basel</a> (<a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Rabat-Sal%C3%A9" title="Straßenbahn Rabat-Salé">Rabat</a> (<a href="Marokko" title="Marokko">Marokko</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn in <a href="Reims" title="Reims">Reims</a> (<a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Straßenbahn in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Algier" title="Straßenbahn Algier">Algier</a> (<a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Stadtbahn in <a href="Stadtbahn_Addis_Abeba" title="Stadtbahn Addis Abeba">Addis Abeba</a> (<a href="%C3%84thiopien" title="Äthiopien">Äthiopien</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Moderne Straßenbahn in <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Nizza" title="Straßenbahn Nizza">Nizza</a> (<a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Rio_de_Janeiro" title="Rio de Janeiro">Rio de Janeiro</a> (<a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a>) Wagen 06 der Tram von <a href="Stra%C3%9Fenbahn_Santa_Teresa" title="Straßenbahn Santa Teresa">Santa Teresa</a> mit Spurweite 1100 Millimeter am Largo do Guimarães</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>

<ul><li><a href="Liste_von_St%C3%A4dten_mit_Stra%C3%9Fenbahnen" title="Liste von Städten mit Straßenbahnen">Liste der Städte mit Straßenbahn (weltweit)</a></li></ul>
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/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
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<div class="klappleiste-bild nomobile noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="klappleiste-kopf">Liste von <a class="mw-selflink selflink">Straßenbahnen</a></div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<div class="centered" style="display: table">
<p><a href="Liste_von_Stra%C3%9Fenbahnen_in_Afrika" title="Liste von Straßenbahnen in Afrika">Afrika</a>&nbsp;|
<a href="Liste_von_Stra%C3%9Fenbahnen_in_Amerika" title="Liste von Straßenbahnen in Amerika">Amerika</a>&nbsp;|
<a href="Liste_von_Stra%C3%9Fenbahnen_in_Asien" title="Liste von Straßenbahnen in Asien">Asien</a>&nbsp;|
<a href="Liste_von_Stra%C3%9Fenbahnen_in_Australien_und_Ozeanien" title="Liste von Straßenbahnen in Australien und Ozeanien">Australien und Ozeanien</a>&nbsp;|
<a href="Liste_von_Stra%C3%9Fenbahnen_in_Europa" title="Liste von Straßenbahnen in Europa">Europa</a>
</p>
</div>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>W. Gleim (d.i. Johann Wilhelm Ludwig Gleim): <i>Das Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28. Juli 1892. Zweite ergänzte Ausgabe</i>. Franz Vahlen, Berlin 1893. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/33-7281">tudigit.ulb.tu-darmstadt.de</a> Digitalisat)</li>
<li>Julius Weil: <i>Die Entstehung und Entwicklung unserer Elektrischen Strassenbahnen. In gemeinfasslicher Darstellung</i>. Oskar Leiner, Leipzig 1899. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/tmp/pdf/33-7089.pdf">tudigit.ulb.tu-darmstadt.de</a> Digitalisat)</li>
<li>Wolfgang Hendlmeier: <i>Handbuch der deutschen Straßenbahngeschichte.</i> Band I: <i>Text und Abbildungen.</i> W. Hendlmeier, München 1981.</li>
<li>Wolfgang Hendlmeier: <i>Handbuch der deutschen Straßenbahngeschichte.</i> Band II: <i>Tabellen und Streckenatlas.</i> W. Hendlmeier, München 1979.</li>
<li><a href="Joachim_Fiedler" title="Joachim Fiedler">Joachim Fiedler</a>: <i>Bahnwesen.</i> 5. Auflage. Verlag Werner, Neuwied 2005, ISBN 3-8041-1612-4.</li>
<li>Harald A. Jahn: <i>Die Zukunft der Städte. Die französische Straßenbahn und die Wiedergeburt des urbanen Raumes.</i> Phoibos-Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-85161-039-0.</li>
<li>Roberto Cambursano, Martin Gut: <cite style="font-style:italic">Tram-Enzyklopädie</cite>. <a href="EK-Verlag" title="EK-Verlag">EK-Verlag</a>, Freiburg 2022, ISBN 978-3-8446-6866-7.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Stra%C3%9Fenbahn&amp;rft.au=Roberto+Cambursano%2C+Martin+Gut&amp;rft.btitle=Tram-Enzyklop%C3%A4die&amp;rft.date=2022&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783844668667&amp;rft.place=Freiburg&amp;rft.pub=EK-Verlag" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Trams?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Trams</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn" class="extiw external" title="wikt:Straßenbahn">Wiktionary: Straßenbahn</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Elektrische" class="extiw external" title="wikt:Elektrische">Wiktionary: Elektrische</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4057884-7">Literatur von und über Straßenbahn</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.meyer-strassenbahn.de/bostrab/start_bostrab.html">BOStrab 1976, die Betriebsordnung für Straßenbahnen in der früheren DDR</a></li>
<li>Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung – BOStrab (Deutschland) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/strabbo_1987/gesamt.pdf">hier</a> (PDF; 116&nbsp;kB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=20000465">Straßenbahnverordnung 1999 (Österreich)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ignahmd.de/index.php/lexikon.html">ein kleines Straßenbahnlexikon</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://public-transport.net/">Straßenbahnen in Europa</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=PeOUY7rwin0">Vortragsvideo mit vielen Beispielen der Straßenbahnentwicklung in Wien und Frankreich</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://tramem.eu/">Tram-EM - Europäische Tramfahrer-Meisterschaft</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">mobil.nrw: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://infoportal.mobil.nrw/technik/stadt-strassenbahn/niederflurstrassenbahnwagen-m8d-nf2.html"><i>niederflurstrassenbahnwagen-m8d-nf2.</i></a> 8.&nbsp;April 2022,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 17.&nbsp;September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStra%C3%9Fenbahn&amp;rft.title=niederflurstrassenbahnwagen-m8d-nf2&amp;rft.description=niederflurstrassenbahnwagen-m8d-nf2&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Finfoportal.mobil.nrw%2Ftechnik%2Fstadt-strassenbahn%2Fniederflurstrassenbahnwagen-m8d-nf2.html&amp;rft.creator=mobil.nrw&amp;rft.date=2022-04-08">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Hans_Bickel_(Linguist)" title="Hans Bickel (Linguist)">Hans Bickel</a>, <a href="Christoph_Landolt" title="Christoph Landolt">Christoph Landolt</a>: <i>Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz.</i> 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache. Dudenverlag, Berlin 2018, S.&nbsp;83; <a href="Jakob_Ebner_(Sprachwissenschaftler)" title="Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)">Jakob Ebner</a>: <i>Österreichisches Deutsch. Wörterbuch der Gegenwartssprache in Österreich.</i> 5., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, S.&nbsp;454.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Friedrich_Kluge" title="Friedrich Kluge">Friedrich Kluge</a>, <a href="Alfred_G%C3%B6tze_(Philologe)" title="Alfred Götze (Philologe)">Alfred Götze</a>: <i><a href="Etymologisches_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache">Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i> 20. Auflage, hrsg. von <a href="Walther_Mitzka" title="Walther Mitzka">Walther Mitzka</a>, De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 785&nbsp;f. <i>(Trambahn)</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.zlb.de/viewer/image/14688302_1881/367/"><i>Zentralblatt der Bauverwaltung:.</i></a> 1881,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 12.&nbsp;Januar 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStra%C3%9Fenbahn&amp;rft.title=Zentralblatt+der+Bauverwaltung%3A&amp;rft.description=Zentralblatt+der+Bauverwaltung%3A&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fdigital.zlb.de%2Fviewer%2Fimage%2F14688302_1881%2F367%2F&amp;rft.date=1881&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Erste-Mundart-Bim-zieht-ihre-Runden;art66,153262"><i>Erste Mundart-Bim zieht ihre Runden.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 12.&nbsp;Januar 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStra%C3%9Fenbahn&amp;rft.title=Erste+Mundart-Bim+zieht+ihre+Runden&amp;rft.description=Erste+Mundart-Bim+zieht+ihre+Runden&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.nachrichten.at%2Foberoesterreich%2Flinz%2FErste-Mundart-Bim-zieht-ihre-Runden%3Bart66%2C153262&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Linz_AG" title="Linz AG">Linz AG</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.linzag.at/cms/media/linzagwebsite/dokumente/infomaterial_1/linzag_1/ampunkt_2/AmPunkt_10_4.pdf">Weihnachtskarte für Bim und Bus</a></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Verbundlinien titeln ihre Suchseite mit <i>BusBahnBim-Auskunft</i>, die auch unter der Adresse <i>www.busbahnbim.at</i> erreichbar ist. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.verbundlinie.at/busbahnbim-auskunft/">BusBahnBim-Auskunft</a>, auch erreichbar unter <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.busbahnbim.at/">busbahnbim.at</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.derstandard.at/consent/tcf/1376534900663/grazer-altstadtbim-wird-gratis"><i>derStandard.at.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 12.&nbsp;Januar 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStra%C3%9Fenbahn&amp;rft.title=derStandard.at&amp;rft.description=derStandard.at&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.derstandard.at%2Fconsent%2Ftcf%2F1376534900663%2Fgrazer-altstadtbim-wird-gratis">&nbsp;</span></span>
</li>
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fnew.siemens.com%2Fglobal%2Fde%2Funternehmen%2Fueber-uns%2Fgeschichte%2Fnews%2Ferste-elektrische-strassenbahn.html">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">5.&nbsp;Juni 2019</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 14.&nbsp;Juni 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStra%C3%9Fenbahn&amp;rft.title=Auf+Umwegen+zum+Erfolg+%E2%80%93+Die+erste+elektrische+Stra%C3%9Fenbahn&amp;rft.description=Auf+Umwegen+zum+Erfolg+%E2%80%93+Die+erste+elektrische+Stra%C3%9Fenbahn&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20190605154024%2Fhttps%3A%2F%2Fnew.siemens.com%2Fglobal%2Fde%2Funternehmen%2Fueber-uns%2Fgeschichte%2Fnews%2Ferste-elektrische-strassenbahn.html&amp;rft.publisher=Siemens+Historical+Institute&amp;rft.source=https://new.siemens.com/global/de/unternehmen/ueber-uns/geschichte/news/erste-elektrische-strassenbahn.html">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-90"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-90">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.st-julien-en-genevois.fr/5/vivre-ensemble/118/grands-projets/173/le-tramway-geneve-saint-julien.html">Le tramway Genève Saint-Julien</a> auf der Website der <i>Mairie de la ville de <a href="Saint-Julien-en-Genevois" title="Saint-Julien-en-Genevois">Saint-Julien-en-Genevois</a></i></span>
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